Polizei stoppt Hochzeitskonvoi in der Innenstadt

Hildesheim - Zeugen melden am Sonnabend Knallgeräusche aus Luxuslimousinen in der Hildesheimer Schuhstraße. Polizei stoppt Hochzeitskonvoi in der Bahnhofsallee.

In der Bahnhofsallee in Hildesheim stoppen Beamte die Hochzeitsgesellschaft. Foto: HAZ

Hildesheim - Am Sonnabend gegen 17.30 Uhr stoppte die Polizei einen Hochzeitskonvoi in der Bahnhofsallee. Zeugen hatten kurz zuvor gemeldet, dass mehrere schwarze Luxuslimousinen die Schuhstraße entlanggefahren seien und es laute Knallgeräusche gegeben habe. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass aus den Fahrzeugen geschossen wurde.

Bahnhofsallee gesperrt

Die Autos steuerten in Richtung Bahnhofsallee, um dort offenbar die Braut abzuholen. Die Einsatzkräfte der Polizei sperrten die Straße und untersagten die Weiterfahrt, um die Fahrzeuge zu überprüfen. „Wir stellen jetzt die Personalien fest, nehmen die Fahrzeugdaten auf“, erklärte der Einsatzleiter. Dann werde ermittelt, ob Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten vorlägen. Der Bruder des Bräutigams habe sich gesprächsbereit und kooperativ gezeigt. Wie die Polizei mitteilte, waren etliche kurdische Familienmitglieder unter den Hochzeitsgästen.

Entschiedenes Vorgehen

Erst im Mai hatte Innenminister Boris Pistorius (SPD) sich im Landtag für ein entschiedenes Vorgehen der Polizei bei sogenannten Hochzeitskonvois ausgesprochen. Wenn Teilnehmer einer solchen Hochzeitsgesellschaft meinten, sie könnten aus einer Schreckschusspistole schießen und den Verkehr auf einer Autobahn lahmlegen, dann könne und werde die niedersächsische Polizei dies nicht tolerieren, sagte er.

Musiker führen Braut zum Auto

Der Einsatz an der Bahnhofsallee zog zahlreiche Schaulustige an. Während die Polizeibeamten noch die Personalien aufnahmen, erklangen Trommelschläge und Schellen. Eine Gruppe von Musikern begleitete die mit einem roten Schleier verhüllte Braut vom Haus zum mit roten Blumen geschmückten Hochzeitsauto.

Weitere Informationen folgen.

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