Ghana-Prozess

Mutter und Tochter aus dem Kreis Hildesheim in Ghana ermordet: Prozess beginnt

Bodenburg/Accra - In Ghana steht von heute an ein Mann vor Gericht, der eine Frau aus Bodenburg und deren Tochter umgebracht haben soll – die Hintergründe.

An der Küste von Westafrika sollen die 53-Jährige und ihre Tochter ermordet worden sein. Foto: Sally Wittig

Bodenburg/Accra - Das Gerichtsverfahren um den gewaltsamen Tod von zwei Deutschen im westafrikanischen Ghana soll am Montag im Amtsgericht in Weija unweit der Hauptstadt Accra beginnen. Der Prozess gegen einen 43 Jahre alten Mann, der seine deutsche Freundin und deren Tochter brutal getötet haben soll, war gut zwei Monate verschoben worden, um der Staatsanwaltschaft mehr Zeit für Ermittlungen zu ermöglichen. Laut Medienberichten stammt die ermordete Arzthelferin aus Bodenburg bei Hildesheim. Sie hatte den Mann offenbar über das Internet kennengelernt.

Der aus dem Nachbarland Burkina Faso stammende Mann steht unter Verdacht, im nahe der Hauptstadt gelegenen Küstenort Kokrobite die Deutsche und ihre 13-jährige Tochter ermordet zu haben. Beide waren Anfang 2020 in das Land gezogen und im Oktober tot aufgefunden worden.

Täter gestand Tat

Ihre Leichen hatte der Mann nach Angaben der Polizeisprecherin auf dem Wohngelände verscharrt. Nachbarn hatten die Polizei aufgrund eines starken Gestanks und der langen Abwesenheit der Frau und ihrer Tochter benachrichtigt. Nach Angaben von Polizeisprecherin Effia Tenge wurden die Leichen mittlerweile in einem Krematorium verbrannt und ihre Asche zur Beisetzung nach Deutschland geflogen.

Im Oktober hatte Tenge nach Angaben von örtlichen Medien erklärt, der Mann habe die Tat gestanden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Angeklagte habe seine Freundin demnach während eines Streits mit einem Hammer erschlagen, die Tochter erwürgt und beide in seinem Garten begraben.

Von dpa.

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