In Hannover

Prozessstart: Misshandlung mit Elektrohalsband

Hannover - Weil sie ihre kleine Tochter in eine Hundebox gesperrt und mit einem Elektrohalsband gequält haben soll, muss sich eine 44-Jährige vor dem Landgericht Hannover verantworten.

Am Montag startet der Prozess: Eine Frau soll von August 2016 an ihre damals sechs Jahre alte Tochter über Nacht in einer Hundehütte eingeschlossen haben und das Kind gezwungen haben, ein elektrisches Hundehalsband zu tragen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover - Weil sie ihre kleine Tochter in eine Hundebox gesperrt und mit einem Elektrohalsband gequält haben soll, muss sich eine 44-Jährige von Montag (9 Uhr) an vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Frau soll zwischen August 2016 und September 2017 ihr Kind mehrmals körperlich misshandelt haben, um vermeintlich fehlerhaftes Verhalten der damals Sechs- beziehungsweise Siebenjährigen zu sanktionieren, wie das Gericht mitteilte. Unter anderem wirft die Staatsanwaltschaft der Angeklagten vor, die Tochter in der gemeinsamen Wohnung über Nacht in die verschlossene Transportbox für Hunde eingesperrt zu haben. (Az.: 31 KLs 6/19)

Darüber hinaus habe die Frau aus Burgwedel das Mädchen gezwungen, ein elektrisches Hundehalsband zu tragen. Diese sogenannten Erziehungshalsbänder haben die Funktion, Welpen mit leichten Stromstößen zu trainieren; sie sind nach deutschem Tierschutzrecht verboten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 44-Jährigen darüber hinaus vor, das Kind in einem Wald ausgesetzt sowie mit einer Peitsche, einem Ledergürtel und Holzstücken geschlagen zu haben. Die Anklage lautet auf schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen.

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