Klassisches Feuerwerk verboten

Was Silvester im Kreis Hildesheim erlaubt ist – und was nicht

Kreis Hildesheim - Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist verboten, es gilt ein Versammlungsverbot an öffentlichen Plätzen. Aber was ist mit Wunderkerze und Tischfeuerwerk? Die HAZ fasst zusammen, was an Silvester erlaubt ist – und was nicht.

Raketen und Böller zum Jahreswechsel dürfen in diesem Jahr nicht verkauft werden. Foto: Archiv/Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Wer gut beraten ist, sollte in diesem Jahr lieber die Hände von Raketen und Böllern lassen. Vor allem dann, wenn er sich zwischen Silvester und Neujahr im öffentlichen Raum bewegt. Das Land Niedersachsen hat das klassische Feuerwerk an Plätzen und größeren Straßen wegen der Corona-Pandemie allgemein verboten, um größere Menschenansammlungen zu verhindern. Zwar ist ein Feuerwerk im privaten Bereich und in Nebenstraßen weiterhin erlaubt. Aber trotzdem gilt: Treffen sind nur sehr eingeschränkt möglich.

Ein generelles Feuerwerks-Verbot hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg zwar unlängst gekippt. Abgesehen von Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk im privaten Rahmen ist aber in diesem Jahr trotzdem so gut wie nichts erlaubt. Selbst das Mitführen von Böllern oder Raketen nicht, wie die Polizeidirektion Göttingen in einer Mitteilung erklärte.

Regeln in den Gemeinden

Wer sich dennoch um Mitternacht an ansonsten gut frequentierten Plätzen versammelt, bekommt es mit den Ordnungshütern zu tun. Sie kontrolliert die allgemeine Corona-Verordnung und die jeweiligen Allgemeinverfügungen der Landkreise, Städte und Gemeinden.


Strenge Polizeikontrollen: Silvester drohen hohe Bußgelder


Sie alle haben eigene Verfügungen erlassen – und in der Regel gleich auf die Nennung von Bereichen verzichtet, in denen Knallerei erlaubt ist. Auch die Stadt Hildesheim verzichtet darauf, einzelne Bereiche auszuweisen. Generell gelte bereits seit 2009, dass „das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen“ verboten sei. Dazu zählen etwa der Hildesheimer Marktplatz, die Keßlerstraße oder der Brühl.



Alfeld untersagt Böllerei auf öffentlichen Plätzen

In Alfeld ist es ausdrücklich untersagt, im Bereich um den Himmelbergturm, am Hackelmaschparkplatz , am Bahnhofsvorplatz, an den Parkplätzen der Berufsbildenden Schulen und des Gymnasiums sowie an sämtlichen öffentlich zugänglichen Hütten auf dem Gebiet der Stadt und ihren Ortsteilen zu knallen.

Die Lage in Bockenem

Unabhängig von Corona ist auch in Bockenem seit vielen Jahren das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von etwa Fachwerkhäusern, Kirchen und Altenheimen verboten. In Bockenem gilt dieses Verbot für die ganze Altstadt. Aber auch in den anderen Ortschaften gilt das Abbrennverbot in der Nähe von Fachwerkhäusern und Kirchen sowie den Altenheimen in Schlewecke und Volkersheim.

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