Reanimation: Lamspringer „First Responder“ doppelt gefragt

Lamspringe - Speziell ausgebildete Ersthelfer der Feuerwehr Lamspringe kürzlich doppelt gefragt.

Lamspringe - Mittlerweile gibt es in einer Reihe von Orten des Landkreises die „First Responder“: speziell ausgebildete Ersthelfer für Wiederbelebung bei den Freiwilligen Feuerwehren. Diese Gruppen werden in ihren jeweiligen Heimatorten parallel zum Rettungsdienst und Notarzt alarmiert, wenn ein Patient einen Kreislaufstillstand erlitten hat. Der Vorteil: Die „First Responder“ sind innerhalb ihres Dorfes schneller zur Stelle als der Rettungswagen, der meist eine längere Anfahrt hat. Das System etabliert sich. Das zeigt die jüngste Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr in Lamspringe. Sie war eine der ersten Wehren im Kreisgebiet, die eigene Mitglieder zu Ersthelfern für Wiederbelebung ausbilden ließ – und diese hatten nun sogar zwei Einsätze an einem Vormittag.

Dabei konnten die Feuerwehrleute durch ihr schnelles Eingreifen ein Menschenleben retten. „Noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes schlug das Herz des Patienten wieder“, berichtete Gemeindebrandmeister Ralf Kasten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Betroffene überlebt, steige durch die begonnene Wiederbelebung und den Einsatz eines Defibrillators erheblich an.

Seit Einführung des Systems vor zwei Jahren hat die Feuerwehr in Lamspringe acht Wiederbelebungs-Einsätze absolviert. Ein Vorteil der Ortswehr: Neben den besonders geschulten Ersthelfern stehen auch fünf Profis für den Dienst in der Gruppe zur Verfügung – drei Notfallsanitäter, ein Rettungsassistent und eine Rettungssanitäterin.

Der automatisierte externe Defibrillator (AED) der Lamspringer Responder-Gruppe muss demnächst durch einen neuen ersetzt werden. Dafür werden Unterstützer gesucht.

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