Urlaubsreisen

Reisewarnung wird für mehr als 160 Länder bis Ende August verlängert

Berlin - Der Sommerurlaub in Europa ist gerettet. Wer sich ein exotischeres Reiseziel ausgesucht hat, könnte dagegen ein Problem bekommen.

Der Flughafen von Lacarna in Zypern: Aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen ist dort in diesen Tagen nur wenig los. Foto: Petros Karadjias/dpa

Berlin - Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen aber gegebenenfalls Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, die bestimmte Kriterien erfüllen.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fassen. Zuvor hatte der Spiegel darüber berichtet.

Beispielloser Schritt des Außenministers

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte am 17. März nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen – ein beispielloser Schritt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde nur bei einer Gefahr für Leib und Leben etwa in Kriegsgebieten vor Reisen gewarnt - und damit eine kostenlose Stornierung ermöglicht.

In der vergangenen Woche beschloss das Bundeskabinett, die Reisewarnung am 15. Juni für 31 europäische Länder aufzuheben. Dazu zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Für 29 Länder erfolgt die Aufhebung am 15. Juni; für Spanien und Norwegen erst später, weil in diesen beiden Ländern noch Einreisesperren gelten.

Verlängerung auch für die Türkei?

Für die anderen mehr als 160 Länder soll die Reisewarnung nun zunächst pauschal bis zum 31. August verlängert werden. Gleichzeitig sollen aber Ausnahmen ermöglicht werden. Dafür sollen Kriterien aufgestellt werden. Dabei sollen die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln und Einreisebeschränkungen berücksichtigt werden.

Zu den betroffenen Ländern außerhalb der Europäischen Union zählen auch Hauptreiseländer, allen voran die Türkei als drittbeliebtestes Urlaubsland der Deutschen.

von dpa

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