Handball, 3. Liga

Rüstet Burgdorf II für das Derby gegen HC Eintracht auf?

Hildesheim - Die Drittliga-Handballer vom HC Eintracht Hildesheim gastieren am Samstag in Burgdorf. Es könnte eine knifflige Aufgabe, wenn die Recken-Reserve den Kader mit Nachwuchsprofis aus der I. Mannschaft aufrüstet.

Nach der Verletzung von Markus Schieb muss Marko Matic noch mehr Verantwortung übernehmen. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Wer fährt schon gern 500 Kilometer umsonst und verbringt sechs Stunden im Bus? So erging es den Handballern von Eintracht Hildesheim am vergangenen Dienstag, als sie erst kurz vor dem Anpfiff von der Absage des Drittliga-Spiels bei SC DHFK Leipzig erfuhren, weil die Corona-Testergebnisse einiger Leipziger Spieler positiv waren (die HAZ berichtete).

„Das frustet natürlich“, sagt Trainer Jürgen Bätjer. „Aber was soll’s? Das Ding ist abgehakt.“ Der Coach gab seiner Mannschaft am Mittwoch frei. Seit gestern läuft die Vorbereitung auf die Partie am Samstag bei TSV Burgdorf II. Zwar ist der Tabellenzweite HC Eintracht (24:2 Punkte) wie in fast jedem Spiel Favorit, aber es könnte dennoch eine knifflige Aufgabe in Burgdorf werden.

Es wird eng im Rückraum

Zwar stehen die Gastgeber mit 12:16 Punkten nur auf Rang sechs, aber man müsse immer damit rechnen, dass in der Reserve plötzlich Spieler aus dem Erstliga-Kader der Recken auf der Platte stehen, meint Bätjer. Er nennt Martin Hanne, Veit Mävers und den Ex-Einträchtler Matteo Ehlers.

Zudem wird die eigene Personaldecke immer dünner. Nach dem erkrankten Sören Kress fällt nun auch der zweite Spielmacher lange aus. Lukas Schieb hat einen Kreuzbandriss im Knie erlitten (wir berichteten). Zudem ist auch Antonio Sario nicht richtig fit. Es wird also eng im Rückraum.

Sportdirektor Martin Murawski hofft, „dass andere Spieler in die Bresche springen“. Vor allem Marko Matic und Jakub Tonar müssen nun wohl noch mehr Verantwortung übernehmen. Jonas Richardt und Jan Winkler haben eventuell Steigerungspotenzial. Und dann ist da noch Kay Behnke, der sich immer voll reinhaut, wenn er gebraucht wird.

Da brennt nichts mehr an

Dass sich Eintracht trotz aller Probleme für die Aufstiegsrunde qualifizieren wird, ist so gut wie sicher. „Da wird wohl nichts mehr anbrennen“, sagt Bätjer. Aber reicht das vorhandene Personal, um das große Ziel zu erreichen: den Aufstieg in die 2. Liga? In der Aufstiegsrunde warten andere Kaliber auf die Hildesheimer.

„Wir haben 24:2 Punkte, die Mannschaft hat sich weiterentwickelt und bislang einen guten Job gemacht“, sagt Bätjer. „Wir glauben an uns, und die Stimmung ist gut.“ Aber er verweist auch darauf, dass Mannschaften wie de HSG Konstanz oder VfL Potsdam „enorm stark besetzt sind“.

Doch die Aufstiegsrunde ist Zukunftsmusik. Jetzt geht es erstmal zum Derby nach Burgdorf. Anpfiff soll um 20 Uhr in der Sporthalle der Gudrun-Pausewang- Schule sein.

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