Aktion für Kinder

Sarstedter Politiker bringt als Nikolaus Geschenke und Geschichten

Sarstedt - Der Gute Hirt, Labora und die Kolpingfamilie haben den Nikolaus ins Soziale Kaufhaus nach Sarstedt geholt. Hinter dem Rauschebart verbarg sich ein Landtagsabgeordneter. Mit dabei war Geschichtenerzählerin Claudia Duval.

Der Nikolaus besucht Kinder auf dem Hinterhof des Sozialen Kaufhauses in Sarstedt - mitgebracht hat er Geschichtenerzählerin Claudia Duval. Foto: Katharina Franz

Sarstedt - Der Gute Hirt, Labora und die Kolpingsfamilie Sarstedt haben sich zusammen getan und für Montagnachmittag den Nikolaus ins Soziale Kaufhaus eingeladen. Der Mann mit weißem Bart ließ sich nicht lange bitten und kam im roten Mantel und mit spitzer Bischofsmütze auf dem Haupt in die Holztorstraße, um Kindern eine Freude zu bereiten. Mit dabei hatte er Claudia Duval, eine ausgebildete Erzählerin. Sie hatte für jedes Kind, das mal in Begleitung eines Erwachsenen und mal allein auf den Hinterhof des Sozialen Kaufhaus kam, eine Geschichte parat.

SPD-Politiker gibt den Nikolaus

Während der ersten halben Stunde schauten nur vereinzelt Kinder vorbei. Die Helferinnen und Helfer brachte das nicht aus der Ruhe. Insgesamt 50 Mädchen und Jungen hatten sich im Voraus angemeldet. Viele von ihnen würden aber erst später kommen, im Anschluss an die Ganztagsbetreuung in der Schule.

Den Nikolaus, der ohne Rauschebart, Mitra und Hirtenstab niemand anderes als SPD-Politiker Markus Brinkmann war, störte das nicht: Für seine Besucherinnen und Besucher nahm er sich noch richtig viel Zeit. „Wisst ihr denn, woher ich komme und was ich da gemacht habe?“, fragt er sie – und die Älteren antworteten mit Bravour: „Aus der Stadt Myra und da hast du Geschenke an die Armen verteilt.“

Konkurrenz vom Weihnachtsmann

Nur die Jüngeren fremdelten ein wenig, als sie dem heiligen Bischof gegenüberstanden. „Viele Kinder kennen mich gar nicht mehr, sondern nur noch meinen Kollegen, den Weihnachtsmann“, erklärte der Nikolaus ihre Zurückhaltung.

Doch als der Nikolaus dann für einige Minuten verschwand und dadurch mehrere Besucher verpasste, war die Enttäuschung groß. „Ich warte hier besser auf den Nikolaus“, wollte ein vierjähriger Junge seinen Vater zum Bleiben bewegen – doch der hatte nicht so viel Zeit und der Junge bekam den Nikolaus nicht zu Gesicht. Als Trost blieb ihm die Geschenktüte. Darin würde er später ein altersgerechtes Geschenk, etwa ein Spiel, ein Buch oder eine DVD finden, einen Gutschein für die Kleiderkammer, Kekse, Schokolade und Mandarinen.

Weihnachtspost aus Himmelsthür

Außerdem hatte der Nikolaus einen ganzen Stapel Briefe vom Weihnachtspostamt in Himmelsthür für die Kinder besorgt. Darin befindet sich traditionell eine Weihnachtsgeschichte. Als der Vierjährige das hörte, nahm er von einem Helfer des Nikolauses gleich noch jeweils einen Umschlag für seine beiden Schwestern entgegen und folgte seinem Vater halbwegs versöhnt vom Hof.

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