„Schulgemeinschaft in Aufregung“

Corona-Fälle in Grundschule: Jetzt äußert sich Sarstedts Bürgermeisterin

Sarstedt - Nachdem in der Regenbogenschule in Sarstedt in mehreren Klassen Corona-Fälle aufgetreten sind, äußert sich auch Bürgermeisterin Heike Brennecke.

Um die Präsenzpflicht aufrechterhalten zu können, setzt der Landkreis Hildesheim auf intensives Testen statt Quarantäne. Foto: Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Sarstedt - Nach mehreren jahrgangsübergreifenden Corona-Fällen in der Regenbogenschule hält der Landkreis Hildesheim weiter am Präsenzunterricht fest und setzt stattdessen auf intensiviertes Testen.

Viele Eltern hingegen würden ihre Kinder am liebsten aus dem Verkehr ziehen und befürworten Quarantäneanordnungen. Auch Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke (SPD) hegt auf Nachfrage Zweifel an der Vorgehensweise des Kreises.

„Alles dafür getan werden“

„Was bei mir ankommt, ist, dass die Schulgemeinschaft in Aufregung ist“, sagt Brennecke, die in engem Austausch mit der Leiterin der Regenbogenschule steht. Stand Freitag sollen dort zehn Kinder plus eine Lehrkraft mit dem Erreger infiziert sein. Auf das Ergebnis eines weiteren Verdachtsfalls werde noch gewartet. Das Problem ist, dass sich die Fälle durch drei der vier Grundschuljahrgänge und verschiedene Klassen ziehen.

Ob es daher der richtige Weg sei, allein aufs tägliche Testen zu setzen statt direkte Sitznachbarn positiv getesteter Schülerinnen und Schüler ebenfalls nach Hause zu schicken, überzeugt die Verwaltungschefin nicht: „Es muss alles dafür getan werden, dass sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet.“ Insoweit sei das frühere Vorgehen – Abstand halten, Wechselunterricht oder klassenweise Quarantäne – in ihren Augen die bessere Alternative.

Grundschule in Celle dicht

So ist beispielsweise am Donnerstag eine Grundschule in Celle für eine Woche geschlossen worden, da es in allen Klassenstufen Infizierte gibt. Insgesamt wurden dort 31 Kinder und Mitarbeiter positiv getestet. Die Entscheidung für solche Maßnahmen obliegt aber dem jeweiligen Gesundheitsamt. Im Landkreis Hildesheim hält man sich derzeit an das vom Land befürwortete Regelvorgehen „Testen statt Quarantäne“, um den Präsenzunterricht zu sichern.

Die bis dato infizierten Kindern der Regenbogenschule sollen nach HAZ-Informationen vorwiegend Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit aufweisen. Doch selbst wenn die Kinder nicht so stark erkranken, mahnt Brennecke zur Vorsicht: „Wir haben keine Erfahrung mit Langzeit-Folgen.“

Ein Corona-Fall am Gymnasium

In der Kastanienhofschule, die wie die Regenbogenschule in städtischer Trägerschaft ist, gibt es derzeit keinen Verdachtsfall. Dafür meldete der Landkreis Hildesheim am Freitagnachmittag einen infizierten Schüler am Gymnasium Sarstedt.

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