Tierischer Polizeieinsatz

Schafbock in Gronau ausgebüxt

Gronau/Leine - Die Polizei Elze hat am Wochenende einen Schafbock in Gronau einfangen müssen. Wie sich später herausstellte, gehörte das Tier einem ortsansässigen Schäfer.

Merinofleischschafe stehen während einer Schafbockauktion in einem Gehege. Foto: Sebastian Willnow (Symbolbild)

Gronau/Leine - Am Samstagnachmittag bekam die Polizei in Elze eine tierische Meldung: Ein herrenloser Schafbock sollte in der Johanniterstraße in Gronau frei herumlaufen. Die Beamten entdeckten das Tier vor Ort tatsächlich in der Rettungswagenzufahrt des Johanniter Krankenhauses – und mussten es einfangen.

Schafbock kommt aus Gronau

Die Polizei musste Verstärkung ordern, um den Schafbock festzuhalten, damit er nicht auf die Straßen flüchtete. Die Freiwillige Feuerwehr Gronau und eine weitere Besatzung samt Streifenwagen halfen dabei. Die Beamten telefonierten daraufhin alle bekannten Schafhalter in der Umgebung erfolglos ab: Niemand von ihnen vermisste ein Tier aus seiner Herde. Gegen Nachmittag konnte schließlich doch der Besitzer des Schafes ausfindig gemacht werden. Er hält seine Tiere im Bantelner Weg in Gronau.

Schafbock verletzt sich am Horn

Der Besitzer holte den Bock gegen 18.15 Uhr bei den Helfern ab – das aber nur unter Protest des Tieres. Das Schaf musste mit einer Hundeleine der Polizei fixiert und von dem Besitzer in den Kofferraum seines Autos geführt werden. Die Helfer konnten nach eigenen Angaben nicht verhindern, dass sich das Tier durch seine Gegenwehr am Horn verletzt hat.

Besitzer muss mit Post vom Veterinäramt rechnen

Auf den Tierhalter kommen neben den zu erwartenden Tierarztkosten auch Gebühren für den Einsatz der Polizei hinzu. Außerdem leiten die Beamten einen Bericht an das zuständige Veterinäramt des Landkreises Hildesheim weiter, um die Tierhaltungsbedingungen auf dem Grundstück am Bantelner Weg überprüfen zu lassen.

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