Attacke am Vier Linden: Wer warf den Heizstrahler?

Hildesheim - Die Polizei hat zwei Täterbeschreibungen veröffentlicht. Beide Männer sollen für die Gewalttaten innerhalb einer größeren Auseinandersetzung vor dem Hildesheimer Veranstaltungslokal verantwortlich sein.

Gleich mehrere Streifenwagen eilten nachts zum Vier Linden. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt die Polizei nach einer Schlägerei vor dem Vier Linden. „Mindestens vier Personen wurden verletzt“, sagt Polizeisprecherin Kristin Möller. Nachts waren gleich mehrere Streifenwagen vor dem Veranstaltungslokal, um die gewalttätige Auseinandersetzung zu beenden.

Wie berichtet, sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag Besucher einer Party und Sicherheitspersonal gegen 3 Uhr ziemlich aneinandergeraten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gab es zunächst Streit unter den Gästen. Als ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma versuchte einzugreifen, wurde er selber attackiert. Ein bislang unbekannter Mann benutzte einen Heizstrahler als Waffe und warf ihn auf den Security-Mann. Der ging zu Boden. Sofort griff ein anderer Mann des Sicherheitspersonals ein. Doch der Angreifer setzte sich zu Wehr und flüchtete. Bei dieser Rangelei am Boden verletzte sich der Security-Mann am Bein. Das sahen zwei seiner Kollegen und versuchten den Flüchtigen noch festzuhalten. Doch nun griff ein weiterer Täter ins Geschehen ein. Er zückte Reizgas und sprühte gegen die beiden Sicherheitsmitarbeiter, damit sie den Angreifer laufenließen. Beide Mitarbeiter wurden leicht verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

20 Personen vor Ort

Nach Auskunft der Polizeisprecherin versammelten sich zwischenzeitlich rund 20 Personen vor dem Vier Linden. „Die Stimmung war sehr aufgeheizt und aggressiv“, sagt Möller. Die Polizei schrieb mehrere Strafanzeigen. Die Beamten konnten die beiden Männer, die den Heizstrahler und das Reizgas eingesetzt hatten, vor Ort nicht mehr dingfest machen.

Allerdings liegen der Polizei ausführliche Beschreibungen vor, beide Männer sollen dunkle Haare und einen dunklen Teint haben. Der Täter mit dem Heizstrahler ist rund 1,80 Meter groß, etwa 30 Jahre alt, sehr muskulös und hat eine Glatze. An dem Abend trug er einen Drei-Tage-Bart, helle Jeans und ein weißes Oberteil.

Der Täter mit dem Reizgas ist rund 1,60 Meter, schlank, etwa 20 Jahre alt und trägt schwarzes, halblanges Haar. Er ist unter anderem mit einem roten T-Shirt und einer schwarzen Lederjacke bekleidet gewesen.

Keine Aussagen zu Opfern

„Zu den Opfern und zu der genauen Vorgehensweise werden keine weiteren Aussagen gemacht – aus ermittlungstaktischen Gründen“, erläutert die Polizeisprecherin. Die Ermittlungen dauern weiter an. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen, die die nächtliche Auseinandersetzung beobachtet haben. Diese werden gebeten, sich bei den Ermittlungsbeamten unter der Telefonnummer 05121/939-115 zu melden.

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