Kontrolle in der Nacht

Schmerztherapie mit Wodka: Polizei zieht betrunkenen Autofahrer im Kreis Hildesheim aus dem Verkehr

Giesen/Hasede - Betrunkene Autofahrer erwischt die Polizei immer wieder mal – der 37-Jährige, den die Beamten jetzt in Hasede aus dem Verkehr zogen, hatte allerdings eine überraschende Erklärung für seinen Rausch.

Die Polizei aus Sarstedt hat einen betrunkenen Bulgaren aus dem Verkehr gezogen – er gab an, Wodka als Mittel gegen Zahnschmerzen getrunken zu haben (Symbolfoto). Foto: Chris Gossmann

Giesen/Hasede - Dass Streifenwagenbesatzungen nachts bei Kontrollen betrunkene Autofahrer oder -fahrerinnen aus dem Verkehr ziehen, ist nicht ungewöhnlich und für die Einsatzkräfte traurige Routine. Die Begründung allerdings, die ein 37-Jähriger in der Nacht zu Donnerstag einem Team des Sarstedter Polizeikommissariats für seinen Zustand gab, war dann doch außergewöhnlich und überraschend.

Es war gegen 2 Uhr morgens, als ein VW Golf ins Visier der Streifenwagenbesatzung geriet, die in Hasede auf der Hannoverschen Straße unterwegs war. Die Beamten stoppten den Wagen und kontrollierten den Fahrer.

Eine Art Eigentherapie

Und der – ein 37 Jahre alter Bulgare – gab an, dass er auf dem Weg zu einer Notapotheke sei. Der Grund: sehr starke Zahnschmerzen. Allerdings, räumte er dann ein, hatte er bereits eine Art Eigentherapie hinter sich – nämlich mit Wodka. Um die peinigenden Schmerzen zu betäuben, habe er reichlich Wodka getrunken, erklärte der Mann nach Angaben der Polizei. Das Ergebnis: eine Atemalkoholkonzentration von 1,17 Promille.

Doch der Wodka hatte offensichtlich trotz des hohen Werts nicht den gewünschten Effekt gehabt, sonst hätte sich der Mann vermutlich nicht mehr hinters Steuer gesetzt. Als Konsequenz hat die Polizei nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr gegen den Mann eingeleitet. Außerdem musste der 37-Jährige eine Sicherheitszahlung leisten, da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat.


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