Falscher Polizist

Mann aus dem Kreis Hildesheim wird im Internet als Betrüger angeworben

Kreis Hildesheim - Er wurde mit schnellem Geld gelockt: Unbekannte wollten einen Mann aus dem Kreis Hildesheim in den sozialen Netzwerken für ihre Betrugsmasche gewinnen. Dafür sollte er sich als Polizist ausgeben. Wie man sich vor der Masche schützen kann.

Ein Mann aus dem Landkreis Hildesheim wäre fast Mittäter einer Betrugsmasche geworden. Ein Unbekannter versprach ihm schnelles Geld. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Ein Mann aus dem Landkreis Hildesheim ist auf einer Social-Media-Plattform als Betrüger angeworben worden. Ein Unbekannter kontaktierte ihn und versprach ihm schnelles Geld. Er müsse dafür nur „Geld und Gold“ von zuvor übermittelten Adressen abholen, die er schließlich an eine dritte Person weitergibt. Der junge Mann willigte zunächst ein.

Am nächsten Tag bekam der Mann aus dem Kreis Hildesheim einen Anruf, bei dem der Unbekannte ihm sagte, dass er sich beim Abholen der Wertsachen als Polizist ausgeben solle. Dafür möge er ein Lichtbild sowie die Vorder- und Rückseite seines Personalausweises an eine Handynummer schicken. Darauf ging der junge Mann nicht ein, sondern meldete sich bei der Polizei.

Wer auf das Angebot eingeht, begeht Betrug

Die Polizei warnt davor, sich auf Angebote dieser Art einzulassen. Wer sich an einer solchen Tat beteiligt und Menschen um ihr Hab und Gut bringt, begeht gewerbs- oder bandenmäßigen Betrug. Im Falle einer Verurteilung drohen ein bis zehn Jahre Haft. Daher sollte man direkt die Polizei kontaktieren, wenn man ein solches Angebot erhält.

Die Masche des falschen Polizisten ist bekannt: Vor allem ältere Menschen werden mit diesem Trick um ihr Geld gebracht. „Die Taten sind besonders verwerflich, weil die Täterinnen und Täter den Respekt vor staatlicher Autorität und das gute Ansehen der Polizei skrupellos ausnutzen, um an die Vermögenswerte ihrer Opfer zu gelangen - im Bereich der Polizeidirektion Göttingen waren das im Jahr 2020 mehr als drei Millionen Euro“, so Gerd Lewin, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen, zu der auch die Hildesheimer Polizeiinspektion gehört.

Wie man sich schützen kann

Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor falschen Polizeibeamten schützen kann:

  • Sollte ein Anruf zweifelhaft erscheinen, nicht auf das Gespräch eingehen. Wer im Internet kontaktiert wird, sollte nicht auf das Angebot eingehen.
  • Die Polizei wird niemals auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
  • Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an - das tun nur Betrügerinnen und Betrüger. Rufen Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle an und schildern den Sachverhalt.
  • Am Telefon niemals Auskunft zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen geben.
  • Sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen – sondern auflegen.
  • Unbekannten nicht die Tür öffnen.
  • Kein Geld oder keine Wertsachen an Unbekannte übergeben.
  • Wer glaubt, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, sollte sich bei seiner örtlichen Polizeidienststelle melden und Anzeige erstatten.
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