Auswirkungen auf Region

Schnellfahrstrecke Göttingen-Hannover wieder in Betrieb

Göttingen - Nach sechs Monaten Sanierungszeit heißt es wieder: Freie Fahrt für ICE-Züge auf der Schnellfahrstrecke Göttingen-Hannover. Das hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr im Landkreis Hildesheim.

Die Bauarbeiten auf der ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Hannover sind abgeschlossen. Foto: Swen Pförtner/dpa

Göttingen - Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Göttingen und Hannover sind seit Sonntagmorgen wieder ICE-Züge unterwegs. Die Fahrzeit für Reisende verkürzt sich auf dem Abschnitt damit auf etwa eine halbe Stunde. Die Deutsche Bahn gab die sanierte Strecke mit dem Fahrplanwechsel frei.

Der erste ICE von Hannover in Richtung Göttingen startete gegen 6.30 Uhr, sagte ein Sprecher der Bahn-Zentrale in Berlin. In der Gegenrichtung machte sich der erste ICE um kurz vor 8.00 Uhr von Göttingen nach Norden auf. „Die ersten Züge sind fast pünktlich abgefahren“, hieß es. Eine Stellwerkstörung in Orxhausen habe dazu geführt, dass vormittags für rund eine Stunde dann noch einmal eine Umleitung über einen Teilabschnitt der Ausweichstrecke eingerichtet werden musste. Danach sei der Verkehr über die Schnellstrecke aber planmäßig verlaufen.

Während der mehrmonatigen Sanierungszeit waren alle Züge über die Nebenstrecke durchs Leinetal umgeleitet worden, so dass die Fahrt zwischen Göttingen und Hannover rund eine Stunde dauerte. Das sorgte im Kreis Hildesheim für Probleme beim Nahverkehr: Betroffen waren die Linien S 4, Metronom und die Nordwestbahn. Die umdirigierten Fernzüge hatten Vorrang, was den Nahverkehr behinderte

Neun Tunnel, acht Brücken saniert

Die Generalsanierung war nach Angaben der Bahn unvermeidbar. Denn der 89 Kilometer lange Abschnitt Göttingen–Hannover, der Teil der Schnellfahrstrecke Würzburg–Hannover ist, war wie die ganze Trasse fast 30 Jahre lang im Dauerbetrieb.

Außer den Gleisen wurden auch neun Tunnel und acht Talbrücken saniert. Zudem wurden die Oberleitungen und zahlreiche technische Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht. Die Kosten der Sanierung bezifferte die Bahn auf rund 175 Millionen Euro. Auch der Rest der 327 Kilometer langen Schnellfahrstrecke Würzburg–Hannover soll in Etappen bis 2023 saniert werden. Auf der Strecke verkehren täglich rund 110 Fernverkehrszüge mit bis zu Tempo 280 sowie rund 25 Güterzüge.

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