Betrugsmasche

Durch Schockanruf: Sarstedter Ehepaar verliert Erspartes an Betrüger

Sarstedt - Ein Anruf zweier Frauen klingt für ein älteres Ehepaar aus Sarstedt so überzeugend, dass es einem Kurier einen hohen Geldbetrag übergibt. Doch in der Leitung sind Betrüger.

Die Polizei sucht eine Bande, die ein älteres Ehepaar um einen fünfstelligen Betrag betrogen hat. Foto: (Archiv) Clemens Heidrich

Sarstedt - Mithilfe eines Schockanrufs ist es unbekannten Betrügern am Mittwoch gelungen, ein älteres Ehepaar um seine Ersparnisse zu bringen. Es begann mit einem Anruf bei den Geschädigten, bei der sich eine Frau weinend als Tochter ausgab, die einen Unfall verursacht habe. Bei diesem sei eine Person gestorben. Dann gab sie das Telefon weiter an eine andere Frau, die sich als Anwältin der Tochter vorstellte. Nach ihren Angaben könne die Tochter nur gegen Zahlung einer hohen Kaution aus der Haft entlassen werden.

Bei dem Telefonat agierten die beiden Betrügerinnen so geschickt, dass sich die Geschädigten bereit erklärten, eine fünfstellige Summe zu zahlen. Mit der vermeintlichen Anwältin vereinbarten sie für Mittwoch um 15 Uhr die Übergabe des Geldes an der Wohnanschrift der Senioren. Dort erschien kurze Zeit später ein vermeintlicher Mitarbeiter des Amtsgerichts und nahm das in einem roten Stoffbeutel verpackte Geld entgegen.

Der Mittelmann war schwarz gekleidet

Die Polizei hat nun eine Beschreibung des Mannes veröffentlicht, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Der Mann soll demnach etwa 40 bis 45 Jahre alt und west- oder mitteleuropäischer Herkunft sein. Er sei rund 1,75 Meter groß und kräftig gebaut, ohne dick zu wirken. Der Unbekannte soll zudem ein rundes Gesicht mit Pausbacken haben. Bekleidet war er mit einer schwarzen, offen getragenen Jacke, einem schwarzen oder dunklen Pullover und einer schwarzen Hose. Auf dem Kopf trug er eine schwarze Schirmmütze.

Zeugen, denen der Mann insbesondere im Bereich der Straßen Am Bruchgraben, Ahrberger Straße, Am Bürgerpark oder In der Peulen aufgefallen ist, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05121/ 939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden. Womöglich ist die Person mit einem Fahrzeug an- und wieder abgereist.

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