Betrugsmasche

Seniorinnen aus Sarstedt und Schellerten per WhatsApp und Schockanruf betrogen

Schellerten/Sarstedt - Betrügern ist es in den vergangenen Tagen gelungen, ältere Frauen aus Ottbergen und Sarstedt mit einem sogenannten Schockanruf und einem WhatsApp-Betrug hereinzulegen. Sie erbeuteten mehrere Tausend Euro.

Die Polizei ermittelt in zwei Fällen von Betrugs gegen Seniorinnen. Foto: Chris Gossmann/HAZ-Archiv

Schellerten/Sarstedt - Betrügern ist es in den vergangenen Tagen gelungen, ältere Frauen aus Ottbergen und Sarstedt mit einem sogenannten Schockanruf und einem WhatsApp-Betrug hereinzulegen. Die Täter erbeuteten dabei insgesamt mehrere Tausend Euro.

Die Seniorin aus Ottbergen wurde am Montag von einer angeblichen Polizeibeamtin angerufen. Die Anruferin teilte ihr mit, dass eine nahe Angehörige der Frau in einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und festgenommen worden sei. Die Seniorin sollte eine fünfstellige Geldsumme als Kaution zahlen, damit die Angehörige nicht in Haft muss. Die Täterin übte nach Polizeiangaben in dem mehrstündigen Telefonat Druck auf die Seniorin aus.

Wer hat den Komplizen in Ottbergen beobachtet?

Um zu vermeiden, dass die Ottbergerin weitere Anrufe entgegennimmt, forderte die Täterin sie zudem auf, das Telefon auszuschalten. Die Frau übergab schließlich noch am gleichen Tag an einen von der falschen Polizistin angekündigten Mann Geld und Wertgegenstände. Dieser Komplize wird wie folgt beschrieben: etwa 1,60 Meter groß; kurze, dunkle Haare; 40 bis 50 Jahre alt; vermutlich nichtdeutscher Herkunft. Zeugen, denen der Mann und/oder womöglich sein Fahrzeug in Ottbergen, insbesondere in den Bereichen Wöhler Straße, Waldstraße und Klosterstraße aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 51 21 / 9 39-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.

Betrug in Sarstedt per WhatsApp

In Sarstedt wurde eine ältere Frau Opfer eines Betrugs per WhatsApp. Den bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge erhielt die Seniorin am Donnerstag der vergangenen Woche eine Nachricht von ihrer angeblichen Schwiegertochter auf ihrem Mobiltelefon. Mit dem Hinweis, dass diese nun eine neue Handy-Nummer habe, wurde die Frau zunächst aufgefordert, die andere Nummer zu löschen.

Im weiteren Verlauf der Konversation über den Messenger-Dienst bat die vermeintliche Angehörige um die Begleichung einer Rechnung, da es ihr wegen der neuen Nummer zunächst nicht möglich sei, Online-Überweisungen zu tätigen. Weil sie ihrer Schwiegertochter helfen wollte, überwies die Seniorin einen mittleren vierstelligen Betrag auf ein zuvor benanntes Konto. Die Polizei warnt vor der neuen WhatsApp-Masche und hat Tipps, wie man sich schützen kann, online veröffentlicht.

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