Zwei Fälle in Elze

Seniorinnen entlarven Telefonbetrüger im Kreis Hildesheim

Elze - Betrüger wollten zwei Seniorinnen aus Elze am Telefon um Geld bringen. Doch bei den über 80-Jährigen bissen sie auf Granit.

Die Maschen flogen auf: Zwei Seniorinnen in Elze erkannten Betrugsversuche am Telefon. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Elze - Die Polizei berichtet von zwei Fällen von versuchtem Telefonbetrug in Elze. Demnach erhielt am Dienstag eine 80-Jährige gegen 16 Uhr den Anruf einer männliche Person, die sich als Polizist ausgab. Der falsche Beamte teilte der Dame mit, dass es zwei Einbrüche in ihrer Straße gegeben habe. Doch die Frau erkannte die Betrugsmasche sofort und beendete den Anruf.

Zuvor sollte eine andere Dame Opfer eines Telefonbetrugs werden – doch auch sie kam dem falschen Spiel auf die Schliche. Bei der 86-Jährigen klingelte am gleichen Tag um 13.54 Uhr das Telefon. In diesem Fall gab sich eine Person mit weiblicher Stimme als ihre Nichte aus. Sie berichtete von einem Autounfall und dass sie 40.000 Euro brauche, um den Schaden zu zahlen. Die Betrügerin sagte dann, dass sie selbst nicht so viel Geld habe, und fragte ihre angebliche Tante, wie viel Geld diese habe und ob sie dieses von ihrem Anwalt abholen lassen könnte.

Durch persönliche Fragen fliegen Betrüger auf

Die 86-Jährige reagierte laut Polizei vorbildlich und fragte nach dem Geburtsnamen ihrer Mutter, um sich abzusichern. Da die Stimme am Telefon diesen nicht nennen konnte, beendete die Seniorin den Anruf. Sie überwies und übergab kein Geld. Schließlich rief die Dame ihre echte Nichte an und erhielt die absolute Gewissheit, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei Elze darauf hin, dass die Polizei niemals erfragt, ob Geld oder Wertsachen im Haus sind. Zudem sollten Betroffene keine Namen nennen, sondern individuelle Dinge erfragen, die nur die echten Verwandten wissen können – zum Beispiel den Geburtsnamen der Mutter oder das eigene Geburtsdatum. Die erfragten Daten sollen laut den Beamten nicht bestätigt werden. Zudem sollten Betroffene niemals am Telefon mitteilen, wie groß das eigene Vermögen ist.

Broschüre zur Prävention

Das Präventionsteam der Polizei Hildesheim hat zudem in Kooperation mit dem Präventionsrat der Stadt eine Broschüre für Senioren konzipiert, in der einige Vorgehensweisen der Täter beschrieben und durch entsprechende Verhaltenshinweise ergänzt werden. Interessierte können die Broschüre auf der Website der Polizei Hildesheim herunterladen.

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