Schockanruf

Sohn soll angeblich Schwangere überfahren haben: Hildesheimerin verliert viel Geld

Hildesheim - Der weinende Sohn müsse im Gefängnis mit Lynchjustiz rechnen, nur eine Kautionszahlung könne ihn davor bewahren.

Eine ältere Frau wurde Opfer eines Telefonbetrugs. Foto: Christian Gossmann

Hildesheim - Bislang unbekannte Betrüger haben eine Hildesheimerin am Telefon dermaßen verunsichert und unter Druck gesetzt, dass die Dame schließlich eine größere Summe Geld verlor.

Anrufer weint und gibt sich als Sohn aus

Es geschah am Donnerstagnachmittag, als die ältere Dame den Anruf eines Mannes entgegen nahm. Der weinende Anrufer gab sich als Sohn der Frau aus. Plötzlich übernahm ein Mann das Telefon und erklärter, dass er Polizist sei. Dieser erzählte der Frau, dass ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall eine schwangere Frau überfahren habe. Ferner sprach er von Angehörigen der Frau, die nun Selbstjustiz ausüben wollten.

Im weiteren Verlauf wurde die Seniorin von einem weiteren Mann auf ihrem Mobiltelefon angerufen: ein angeblicher Oberstaatsanwalt aus Hannover. Dieser gab an, dass ihr Sohn ins Gefängnis nach Hannover solle und dort mit Lynchjustiz rechnen müsse. Durch eine Kautionszahlung könne dem Frau ihrem Sohn allerdings das Gefängnis ersparen. Die Anrufer fragten die Dame nach ihren finanziellen Verhältnissen und wiesen die Dame anschließend an, die ausgemachte Summe nach Hannover zu bringen und einer Mitarbeiterin des vermeintlichen Oberstaatsanwalts zu übergeben.

Frau fährt nacht Hannover und übergibt das Geld

Die Frau fuhr also nach Hannover, immer hatte sie jemanden am Telefon – dadurch verhinderten die Betrüger, dass die Frau andere Telefonate führen konnte. Kurz nachdem die Seniorin in Hannover ankam, erschien eine weibliche Person und nahm das Geld an sich. Den Betrug realisierte die Dame erst wieder in Hildesheim – nach Kontakt zu ihrem richtigen Sohn.

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