Haushalt für 2022

Stadt Bockenem plant Investitionen in Höhe von 4,9 Millionen Euro

Bockenem - Die Finanzlage der Stadt Bockenem hat sich im laufenden Corona-Jahr unerwartet positiv entwickelt. Im Haushalt für 2022 sind 4,9 Millionen für Investitionen angesetzt: Das ist geplant.

Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik kostet rund 850 000 Euro. Sollte der Förderantrag genehmigt werden, erhält die Stadt Bockenem einen Zuschuss von 272 400 Euro. Foto: Michael Vollmer

Bockenem - Die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaftsförderung der Stadt Bockenem haben den Haushaltsplan für das Jahr 2022 am Dienstagabend ohne lange Aussprache oder gar kontroverse Debatten auf den Weg gebracht.

Budget für Grundschulen erhöht

Kämmerin Kerstin Warnecke blickte in der Sitzung noch einmal ausführlich auf die letzten Veränderungen. In einem Punkt geht es um die Erhöhung der Budgets für die Grundschulen Bockenem und Bornum um 20 Prozent von 37 500 auf 45 000 Euro. Die letzte Anpassung hatte es im Jahr 2007 gegeben. Im Mittelpunkt stehen Sachmittel und Betriebsausgaben. So würden zum Beispiel für die Ganztagsbetreuung zusätzliche Dinge benötigt, erläuterte die Finanzexpertin. Außerdem werden die Entschädigungen für Ehrenämter, zum Beispiel im Bereich der Feuerwehr, Stadtbücherei oder Ratsarbeit, um 15 Prozent erhöht. Die letzte Erhöhung liegt etwa zehn Jahre zurück. Nur bei neuen Funktionen erfolgte in der Regel eine punktuelle Anpassung. Der Ansatz von 138 000 Euro erhöht sich im kommenden Jahr um 20 800 Euro.

Dritter Punkt bei den Veränderungen ist die Turmuhr in der evangelischen Kirche in Volkersheim. Wie berichtet muss das Uhrwerk von Hand aufgezogen werden. Es gibt alte Aufzeichnungen, die darüber Aufschluss geben, dass die Stadt in der Pflicht ist. Rund 7000 Euro kostet die Modernisierung, der Ortsrat und die Kirche beteiligen sich.

Statt Defizit ein Plus

„Die in 2020 prognostizierten negativen Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie sind nicht eingetreten“, berichtete Warnecke. Die Steuerschätzungen im November 2021 gehen nochmals von einer Verbesserung aus. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung sind die höheren Einnahmen bei den Anteilen an der Einkommens-, Umsatz- und Gewerbesteuer. Der Ergebnishaushalt weist ein Plus von 57 600 Euro aus. Ursprünglich sah der Plan für 2022 ein Defizit 323 300 Euro vor.

Im Finanzhaushalt sind Investitionen in Höhe von 4,9 Millionen Euro geplant. Die größten Posten sind die Innenstadtsanierung (750 000 Euro), der Bau einer Kita (100 000 Euro), Dorfentwicklung Ambergau Süd (653 900 Euro), das Straßenerneuerungsprogramm (340 000 Euro), die Erschließung des Wohnparks Ost (1 165 000 Euro), die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik (848 300 Euro) und die Sanierung des Sporthauses Bockenem (597 000 Euro).

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