Wichtiger Aufruf

Stadt und Landkreis Hildesheim suchen dringend Pflegekräfte

Kreis Hildesheim - Von der Corona-Pandemie sind auch Pflegekräfte in Altenheimen betroffen. Für den Fall, dass sich die Lage weiter verschärft, werden Helfer gesucht.

Pflegekräfte für die stationäre oder ambulante Pflege werden dringend gesucht. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Bei den Corona-Ausbrüchen in mehreren Alten- und Pflegeeinrichtungen in Stadt und Landkreis Hildesheim sind nicht nur Bewohner, sondern auch Mitarbeiter erkrankt. Für den Fall, dass sich weitere Pflegekräfte infizieren, haben Stadt und Landkreis Hildesheim jetzt um zusätzliche Unterstützung gebeten und einen Aufruf gestartet.

Gemeinsamer Aufruf

Um die Pflege und Versorgung der Bewohner in den betroffenen Einrichtungen weiter zu gewährleisten, werden alle Personen um Hilfe gebeten, die eine entsprechende Berufsausbildung haben beziehungsweise bereits in der Pflege tätig waren, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Freitagmittag.

Von Student bis Fachkraft

„Ein Einsatz kann in der stationären oder der ambulanten Pflege stattfinden und würde im Rahmen einer Einstellung durch das jeweilige Heim beziehungsweise den Pflegedienst gegen Entgelt erfolgen“, erklärt Stadtsprecher Helge Miethe. Der Aufruf richte sich insbesondere an examinierte Pflegefachkräfte für Kranken- und Altenpflege, Pflegehelfer, Pflegeassistenten und medizinische Fachangestellte. In Frage kämen aber auch ehemalige Zivildienstleistende oder Personen, die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Pflege absolviert haben, sowie Medizinstudenten, die ein entsprechendes Praktikum geleistet haben.

Michael Sackmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Hildesheimer Altenheime und Leiter der Hildesheimer Caritas-Einrichtungen Magdalenenhof und Theresienhof, begrüßt den Aufruf von Stadt und Landkreis: „Ein Versuch ist es wert.“ Er rechne zwar nicht damit, dass sich nun zahlreiche Pflegefachkräfte melden („Es gibt eigentlich keine auf dem Arbeitsmarkt“), aber man könne auch gut Helfer gebrauchen, die einfache Tätigkeiten übernehmen, wie etwa das Verteilen des Essens oder das Bettenmachen. Denn in den meisten Heimen gebe es zwar zum Glück noch keine Corona-Infektionen, berichtet Sackmann – doch nach seinen Angaben häuften sich nun die Fälle, in denen Pflegekräfte für zwei, drei Tage ausfielen, weil sie sich nach Kontakten zu infektiösen Personen testen lassen und bis zum Ergebnis zuhause bleiben. Bei extremer Personalnot müssten Heime auch „Ressourcen bündeln“. Sackmann nennt das Beispiel Körperhygiene: Vielleicht komme es dann vor, dass Bewohner seltener geduscht werden könnten, sondern dass dann häufiger Katzenwäsche reichen müsse.

Online-Registrierung

Wer in der Pflege mithelfen will, kann sich online unter www.hildesheim.de/freiwillige registrieren. Dort werden auch der mögliche zeitliche Umfang der Tätigkeit sowie die möglichen Einsatzzeiten abgefragt. Wer nur in einer bestimmten Stadt oder Gemeinde helfen kann, kann dies gesondert vermerken. Weitere Informationen gibt es beim Pflegestützpunkt des Landkreises Hildesheim unter Telefon 0 51 21 / 309-16 01 und bei der Heimaufsicht der Stadt Hildesheim unter 0 51 21/ 301-42 65.

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