Verschärfte Regelungen?

Steigende Corona-Infektionen: Niedersachsen warnt vor Lage in Krankenhäusern

Hannover - Die Situation in den Kliniken spitzt sich wegen steigender Infektionszahlen nach Ansicht der niedersächsischen Landesregierung wieder zu. Neue Regelverschärfungen sind offenbar nicht ausgeschlossen.

Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen, spricht während einer PK über die aktuelle Lage und weitere Entwicklung in Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover - Die niedersächsische Landesregierung warnt davor, die ansteigenden Corona-Infektionszahlen zu unterschätzen. „Die Lage ist schon sehr ernst“, sagte Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab in Niedersachsen. Sorgen bereitet dem Land vor allem die Lage in den Krankenhäusern. Im Vergleich zur Vorwoche ist laut Schröder die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen gestiegen – von 218 auf 322. Zudem müssten mehr Patienten beatmet werden. „Die Kapazitätsauslastung in Krankenhäusern ist auf hohem Niveau. Wir haben da nicht mehr viel Luft“, sagte Schröder.

Auch Regierungssprecherin Anke Pörksen warnte: „Es ist noch nicht ausgeschlossen, dass wir in Schwierigkeiten kommen mit der medizinischen Versorgung.“

Bis Ostern landesweite Inzidenz bei 100?

Der landesweite Sieben-Tage-Wert war am Montag auf 79,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen. Am Montag vor einer Woche lag die sogenannte Inzidenz noch bei 64,7. Bis Ostern werde man im Land „an die 100 rankommen“, so Schröder. Das Landesgesundheitsamt meldete am Montag 415 Neuinfektionen, eine Woche zuvor hatte es 314 neue Fälle gegeben.



Die Region Hannover gehört zu den zehn Landkreisen, in denen der kritische Inzidenz-Wert von 100 bereits jetzt überschritten ist. Das Land geht laut Schröder davon aus, dass in den nächsten Wochen weitere Kreise die Grenze überschreiten. „Wir werden landesweit nach oben gehen und nicht weiter nach unten.“

Neue Verschärfungen?

Nicht ausgeschlossen ist es offenbar, dass die Grenzen, bei denen Lockerungen zurückgenommen werden, noch einmal verschärft werden. „Wir sollten nicht vorschnell die Grenzen ändern“, sagte Pörksen. „Wir können aber nicht ausschließen, dass wenn die Situation sich an den Krankenhäusern zuspitzt, wir weiter auf die Bremse treten.“

Von rah.

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