Polizeieinsatz in Elze: Spürhunde suchen nach Verdächtigem

Elze/Göttingen - Die Polizei ist in Elze mit Spürhunden auf der Suche nach dem Tatverdächtigen N. aus Göttingen, der aus einem Zug am Elzer Bahnhof geflohen sein soll. Der Bahnhof ist seit dem frühen Morgen gesperrt. Das Suchgebiet soll nun erweitert werden.

Die Polizei sucht in Elze nach dem Verdächtigen aus Göttingen.Foto: Renate Klink

Elze/Göttingen - Die Fahndung nach dem dringenden Tatverdächtigen, der in Göttingen eine Frau auf offener Straße getötet haben soll, geht weiter. Im Raum Elze läuft seit dem frühen Morgen ein polizeilicher Einsatz, der mit der Fahndung des Tatverdächtigen aus Göttingen zutun hat. Das bestätigt die Polizei Hildesheim am Freitagmorgen.

Infos im Liveticker

Wir halten Sie in einem Liveticker auf dem Laufenden.

Bahnhof gesperrt, Spürhunde im Einsatz

Der Bahnhof in Elze ist etwa seit 5 Uhr am Freitagmorgen gesperrt. Das teilte ein Sprecher der Bahn auf Anfrage mit. Die Polizei sei dort mit Spürhunden unterwegs. Deshalb könne er auch nicht sagen, wie lange der Bahnhof Elze und die gesamte Strecke noch gesperrt seien. „Wir versuchen, die Züge umzuleiten. Das schaffen wir in den meisten Fällen aber nicht“, so der Sprecher. Unter anderem hängen diverse ICEs und auch ein Nachtzug aus Wien hinter der Sperrung fest. „Ein Großteil der Züge muss leider warten.“ Die Zugtrasse von Göttingen in Richtung Hannover sei die Hauptader, um von Süd nach Nord zu kommen.

Der Regionalverkehr Hildesheim twitterte Umleitungen der Linien 66, 501 und 502. Nach Informationen der HAZ soll der Tatverdächtige in Elze gesehen worden sein und plant, sich vor einen Zug zu werfen.

Verdächtiger in Elze geflohen

Wie ein Polizist nun bestätigt, befand sich der Tatverdächtige in einem Zug und wurde von dem Zugpersonal erkannt. Sie haben ihn im Waggon eingeschlossen und die Polizei benachrichtigt. Daraufhin habe der Gesuchte die Scheiben des Waggons mit dem Nothammer eingeschlagen und sei am Bahnhof Elze aus dem Fenster gesprungen und geflohen. Er soll in das Wohngebiet in Elze zwischen dem Amtsgericht und dem Bahnhof geflüchtet sein. Die Passagiere im Zug mussten auch zunächst in der Bahn bleiben, durften ihn aber mittlerweile verlassen.

Die Beamten vor Ort sind zur Zeit dabei, den Bereich abzusperren. Anwohner dürfen ihre Häuser zwar verlassen, es wird aber niemand in den Ort Elze hineingelassen. Es herrscht eine Totenstille. Ein 88-jähriger Anwohner berichtet, dass die Polizei um 6 Uhr morgens die Bahnhofsstraße gesperrt und mit Blaulicht geflutet hat. Niemand darf zur Zeit in den Elzer Bahnhof.

Suchgebiet wird erweitert

Die Polizei Göttingen bestätigt den Einsatz in Elze. In der Nacht seien Hinweise eingegangen, dass sich eine verdächtige Person im Bereich des Bahnhofs Elze aufhalten könnte.

Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen Frank N. soll nun bis in das Gebiet Sarstedt erweitert werden. Hubschrauber und Drohnen sollen zum Einsatz kommen, so der Polizist vor Ort. Die Stimmung ist eher so, dass der Gesuchte wohl schon weiter weg sei. Notfallmanager von der Bahn sind mittlerweile eingetroffen, ein Schienenersatzverkehr soll schon eingerichtet sein. Außerdem treffen in diesem Moment silberne Bullies von der Hundestaffel aus Celle ein.

Die Polizeiinspektion Göttingen hat ein Foto des Tatverdächtigen veröffentlicht. Wer Frank N. sieht, wird gebeten, sich unbedingt sofort unter der 110 bei der Polizei Göttingen zu melden.

Dunkle Jacke, dunkle Hose

Die Polizei aktualisierte am Donnerstagabend die Täterbeschreibung: Nach aktuellen Erkenntnissen ist der Gesuchte etwa 1,80 Meter groß, schlank und hat kurzes, dunkles Haar mit Geheimratsecken. Er trägt eine markante Brille und ist in eine dunkle Jacke sowie eine dunkle Hose gekleidet. Bei dem von ihm bei der Flucht genutzten Fahrrad sollen Packtaschen befestigt gewesen sein. Augenzeugen hatten vorher auch einen roten Rucksack beschrieben. Hinweise sollen sofort über den Polizeinotruf 110 gemeldet werden.

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel