Tote aus Bockenem: Ehemann bleibt in Haft

Karlsruhe/Hildesheim - Der Bulgare, der in Bockenem seine Frau tötete und die Leiche dann an der A7 ablegte, muss seine Strafe absitzen: Das hat jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Der BGH bestätigte noch ein weiteres spektakuläres Hildesheimer Urteil.

Das Hildesheimer Justizzentrum. Foto: Chris Gossmann

Karlsruhe/Hildesheim - Der Bundesgerichtshof hat zwei Urteile bestätigt, die das Hildesheimer Landgericht zuvor nach spektakulären Strafprozessen gefällt hatte. So haben die Karlsruher Richter die Revision jenes Bockenemer Ehemanns verworfen, der seine Frau im Streit getötet und den Leichnam bei Höver in einem Gebüsch nahe der A 7 abgelegt hatte. Das hat Gerichtssprecher Steffen Kumme am Montag gemeldet. Bei der zweiten verworfenen Revision geht es um einen brutalen Raubüberfall auf eine 74-jährige Hildesheimerin.

Im Fall der toten 32-Jährigen hatte das Hildesheimer Schwurgericht den Ehemann wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt – der aus Bulgarien stammende Mann hatte seine Frau als vermisst gemeldet. Beim Prozess hat er dann bestritten, ihr etwas angetan zu haben, stattdessen lenkte er den Verdacht auf einen Liebhaber der Frau, mit der er zwei gemeinsame Kinder hatte. Im Zuge seiner Aussage verstrickte er sich aber in Widersprüche. Das Gericht ging in seinem Urteil davon aus, dass der Mann seine Frau in der gemeinsamen Wohnung getötet und dann versteckt hatte.

Frau gefesselt und geknebelt

Durch seinen Anwalt hatte der heute 33-Jährige das Urteil angefochten – laut Sprecher Kumme hat der 3. Strafsenat die Revision einstimmig als unbegründet verworfen. Das Urteil ist damit rechtskräftig, der Täter bleibt in Haft.

Derselbe Senat hat ebenfalls einstimmig die Revision eines mittlerweile 25-jährigen Mannes verworfen, der mit einem noch immer unbekannten Komplizen vor zwei Jahren eine 74-Jährige überfallen hatte. Das Duo hatte die Frau mit einem Messer im Hausflur bedroht, sie dann in ihrer Wohnung gefesselt, geknebelt und beraubt. Höhe der Beute: 100 Euro. Der Angeklagte, der die Tatbegehung bestritten hat, wurde aufgrund von DNA-Spuren überführt.

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