Umweltministerin Schulze strebt Verbot von Ölheizungen an

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) strebt ein Verbot von Ölheizungen im Zuge des geplanten Klimapakets der Regierung an. Ab 2030 solle es demnach keine Neuzulassungen mehr geben.

Viele Familien haben noch einen Heizöltank im Keller ihres Hauses. Damit könnte mittelfristig Schluss sein. Foto: Patrick Pleul/dpa

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) strebt ein Verbot von Ölheizungen im Zuge des geplanten Klimapakets der Regierung an. „Was wir brauchen, ist ein Mix aus Verboten und Anreizen“, sagte Schulze der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Sie schlug vor, vor einem Verbot zunächst eine Umrüstung alter Ölheizungen staatlich zu fördern. „Anders wird es nicht gehen“, sagte Schulze. „Nur die Appelle an die Vernunft genügen nicht.“ Eine Ministeriumssprecherin ergänzte, ab 2030 solle es keine Neuzulassungen mehr geben.

Zuletzt hatten die Grünen einen Zulassungsstopp für neue Ölheizungen gefordert. Zudem fordert die CDU eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen von mehreren Tausend Euro. Im vergangenen Jahr wurden 17 400 Ölheizungen über Kredite oder Zuschüsse subventioniert.

Am 20. September will die Bundesregierung ein umfassendes Klimaschutzprogramm beschließen.

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