Straßenverkehr

Flucht mit massiv demoliertem Auto: Polizei stoppt Promillefahrt bei Holle

Holle - Ein alkoholisierter Autofahrer hat erst einen Wagen in Holle schwer beschädigt und sich dann davon gemacht – wie Polizisten ihn schließlich aus dem Verkehr zogen.

Mit reichlich Promille hat ein Mann einen Unfall verursacht. Die Bad Salzdetfurther Polizei stoppt ihn schließlich. Foto: Chris Gossmann

Holle - Erst reichlich Alkohol – und dann ans Steuer: Das dürfte sich für einen Autofahrer rächen. Der hat in der Nacht zum ersten Weihnachtstag in Holle einen Unfall verursacht und sich danach aus dem Staub gemacht.

Der 64-Jährige war am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages um 0.15 Uhr auf der Bahnhofstraße in Holle mit einem anderen Auto zusammengestoßen. Der Golf-Fahrer aus Einbeck war nach Polizei-Angaben zuvor in Richtung Ortsmitte unterwegs. Dabei fuhr der 64-Jährige auf einen am Fahrbahnrand geparkten Ford Transit auf. Durch den Zusammenprall wurden beide Fahrzeuge demoliert – den Schaden an beiden Autos bezifferte die Polizei später auf rund 12 000 Euro.

1,56 Promille im Blut

Der 47-jährige Eigentümer des Ford Transits, der in der Nähe wohnt, wurde laut Polizei auf den Verkehrsunfall aufmerksam und lief danach sofort zu seinem Auto. Dort traf er auf den Einbecker, es folgte ein kurzes Gespräch – danach ging der 47-Jährige in sein Haus, um die Polizei über den Unfall zu informieren. Diesen Moment nutzt der Einbecker aus, um sich davon zu machen. Aber mit seinem schwer beschädigten Golf kam er nicht weit.

Wie die Polizei berichtet blieb der 64-Jährige etwa neun Kilometer vom Unfallort entfernt auf einer Landstraße liegen. Rund eine Stunde später fanden ihn dort Beamte des Polizeikommissariates Bad Salzdetfurth. Die schöpften gleich Verdacht, dass der Mann alkoholisiert war. Ein Test an Ort und Stelle ergab laut Polizei einen Wert von insgesamt 1,56 Promille.

Strafverfahren eingeleitet

Dem Fahrzeugführer wurde eine Blutprobe entnommen. Außerdem stellten die Beamten seinen Führerschein sicher, der Mann durfte nicht weiterfahren. Auf den 64-jährigen kommen nun Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und auch Gefährdung des Straßenverkehrs zu.

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