Mehrere Polizeieinsätze

Verfolgungsjagd, Durchsuchungen, Waffenfunde: Nachspiele einer Verkehrskontrolle in Gronau

Gronau - Eine Verkehrskontrolle, bei der am vergangenen Donnerstag in Gronau zwei Polizisten verletzt wurden, hatte mehrere Nachspiele. Nun wird gegen zwei 20-Jährige und einen 19-Jährigen ermittelt.

Die Polizei hatte nach einer Verkehrskontrolle in Gronau mehrere Folgeeinsätze. Foto: Chris Gossmann

Gronau - Zwei 20-jährige Brüder aus Gronau, die nach einer Verkehrskontrolle zwei Polizeibeamte verletzt hatten und geflüchtet waren, sind am folgenden Tag von der Polizei gestellt worden. Ihr Auto geriet wenig später noch einmal in den Fokus: Ein 19- jähriger Gronauer lieferte sich in dem Wagen nachts eine Verfolgungsjagd mit der Polizei auf der Bundesstraße 1 – auch, um einer Kontrolle zu entgehen. Die Beamten konnten ihn später in Gronau stoppen. Der Führerschein des Fahrers wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hildesheim beschlagnahmt. Er muss sich nun in einem Strafverfahren wegen eines verbotenen Autorennens verantworten.

Verdächtige erneut „äußerst unkooperativ und aggressiv“

Gegen die beiden 20-Jährigen wurde nach ihrem ersten Aufeinandertreffen mit der Polizei bereits ermittelt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung – denn sie hatten die Beamten durch Schläge und Tritte unter anderem auch am Kopf verletzt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dazu Beweismittel zu sichern. So wurden nach dem Aufgreifen der zunächst geflüchteten jungen Männer Fahrzeugen und ein Wohnhaus in Gronau. Die Beschuldigten hätten sich auch dann wieder „äußerst unkooperativ und aggressiv“ verhalten, berichten das Polizeikommissariat Elze und die Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Es sei zu Bedrohungen und Beleidigungen gekommen, verletzt wurde diesmal aber niemand.

Fünf Streifenwagen im Einsatz

Insgesamt war die Polizei mit fünf Streifenwagen im Einsatz. Während der Durchsuchung wurden auch wie erhofft Beweismittel beschlagnahmt – auch solche, nach denen die Beamten nicht gesucht hatten, nämlich Waffen und Gegenstände, die auf einen Handel mit Betäubungsmitteln hindeuten. Sie wurden ebenfalls beschlagnahmt. Einer der beiden 20-Jährigen kam wegen seines Verhaltens vorübergehend in Polizeigewahrsam – unter anderem, weil er die Durchsuchung wiederholt gestört hatte.

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