Hubschrauber im Einsatz

Verfolgungsjagd mit Tempo 220: Polizei fasst Verdächtige in Asel

Asel - Drei Männer wollten sich in der Nacht zu Dienstag im Landkreis Hildesheim einer Kontrolle entziehen – die Polizei verfolgte sie auch mit Unterstützung aus der Luft.

Mit Hilfe der Kollegen aus der Luft entdeckten die Polizisten am Boden schließlich in Asel die flüchtigen Verdächtigen. Foto: Polizei (Symbolbild)

Asel - Die Polizei hat am späten Montagabend nach einer gefährlichen Verfolgungsjagd im nördlichen Landkreis Hildesheim drei Männer gefasst – dank Unterstützung aus der Luft.

Es sollte eine routinemäßige Verkehrskontrolle werden, als eine Streifenwagenbesatzung gegen 22.40 Uhr beschloss, in Hönnersum einen schwarzen 5er-BMW anzuhalten. Doch der Fahrer dachte gar nicht daran, seinen Wagen zum Stehen zu bringen. Stattdessen gab er Gas und raste über Borsum in Richtung Borsumer Pass davon und fuhr anschließend auf die B 494 in Richtung Asel. Die beiden Polizisten nahmen umgehend die Verfolgung auf.

Unterstützung durch den Polizeihubschrauber

Mit bis zu 220 Kilometern pro Stunde führte die Verfolgungsjagd über die Straßen, in Borsum hatte der Fahrer des BMW ein Stoppschild missachtet, auf der Bundesstraße schoss er trotz roter Ampel über eine Kreuzung.

In Asel verloren die Beamten den Wagen der Verdächtigen allerdings kurzfristig aus den Augen, weswegen sie weitere Unterstützung durch Streifenwagen sowie Hilfe aus der Luft anforderten. Wenig später stieg in Hannover eine Besatzung der Hubschrauberstaffel der Polizei auf und nahm Kurs auf den nördlichen Hildesheimer Landkreis. Der Hubschrauber kreiste über dem Gebiet, in dem die Flüchtigen mit ihrem Auto vermutet wurden. Dabei setzte die Beamten in ihrem Helikopter auch die starken Suchscheinwerfer ein – und hatten schließlich Erfolg.

Suche nach Zeuge aus Asel

Die Kollegen am Boden griffen schließlich zu, nachdem in Asel der Wagen und in unmittelbarer Nähe auch die Gesuchten entdeckt wurden. Sie stellten zwei 21-Jährige sowie einen 23 Jahre alten Mann – alle drei hatten Alkohol getrunken. Wer während der Flucht am Steuer des BMW saß, haben sie in ersten Vernehmungen allerdings nicht verraten, auch sonst teilten sie nichts Erhellendes mit. Die Ermittlungen gegen die drei laufen noch. Nur so viel steht bereits fest: Keiner der drei jungen Männer ist Halter des BMW.

Unterdessen sucht die Polizei noch einen Zeugen, der in Asel wichtige Beobachtungen gemacht haben könnte. Der Mann soll eine gelbe Jacke getragen und einen Hund dabei gehabt haben. Dieser Mann sowie andere mögliche Zeugen der gefährlichen BMW-Raserei sollten sich unter der Telefonnummer 05121/939-115 melden.

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