Urlaub buchen?

Was bedeutet das Coronavirus für die Reisebranche?

Kreis Hildesheim - Der Coronavirus ist derzeit auch in den Reisebüros im Landkreis Hildesheim ein großes Thema. Reisende schrecken vor Buchungen zurück. Und was, wenn man schon Tickets gekauft hat?

Sollte man im Moment eine Reise buchen? Das fragen sich auch einige Menschen in Hildesheim. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Kreis Hildesheim - Der Coronavirus ist derzeit auch in den Reisebüros der Region ein großes Thema. „Die Buchungen sind sehr zurückgegangen“, sagt Funda Tasar, Inhaberin des RT-Reisebüros im Hildesheimer Real-Markt. Die Menschen ließen sich zwar noch zu Reisen beraten. Wenn es dann aber um die konkrete Buchung gehe, warteten viele Kunden erst einmal ab. Das gelte vor allem für die Reiseziele Italien und China. „Da läuft gar nichts mehr“, sagt Tasar.

Auch Thomas Pülm, Leiter des Hildesheimer Hapag-Lloyd-Reisebüros, bemerkt eine Unsicherheit bei den Kunden. „Es ist ein allgemeiner Unmut, der nicht besser wird“, sagt Pülm. „Mittlerweile fragen die Leute schon, deren Buchung erst acht Wochen in der Zukunft liegt.“

Wer hat Recht auf Umbuchung?

In Sarstedt sind die Menschen offenbar noch gelassener. Martina Hohn, Leiterin des dortigen Reisebüro 2000, berichtet nur von vereinzelten Nachfragen: „Im Großen und Ganzen hält es sich im Rahmen.“ Am Donnerstag habe bei ihr ein Kunde einen Rom-Flug gebucht.


Der Coronavirus ist in vielen Bereichen Thema. Die Hildesheimer Krankenhäuser bereiten sich auf den Ernstfall vor.


Ein Recht auf Umbuchung haben laut Reisebüro-Leiterin nur Kunden, die in Länder fahren, für die es eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes aufgrund des Coronavirus‘ gibt. Auch wer ein Hotel wie das H10 auf Teneriffa gebucht hat, das derzeit unter Quarantäne steht, darf kostenlos stornieren. Ansonsten sei man auf die Kulanz des Anbieters angewiesen.

Kontakt mit dem Reisebüro aufnehmen

Viele Reiseveranstalter kämen den Kunden auch tatsächlich entgegen, so Tasar. Dies gelte aber meist nur für Reisen, die nach dem 1. Februar gebucht wurden. Die Reisebüro-Inhaberin rät verunsicherten Kunden, auf jeden Fall mit dem Reisebüro Kontakt aufzunehmen. „Wenn wir hartnäckig sind, können wir einiges erreichen“, sagt Tasar.

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