Prozess in Hannover

Weil Stadt Hildesheim sie ablehnte: Mutmaßliche Islamisten streiten um deutschen Pass

Hildesheim - Das Verwaltungsgericht Hannover verhandelt über Klagen mutmaßlicher Islamisten. Die Stadt Hildesheim hatte ihnen die Einbürgerung verweigert

In der Hildesheimer Nordstadt hatte der Deutschsprachige Islamkreis Hildesheim (DIK) einst sein Quartier. Am Donnerstag startet ein Prozess in Hannover. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Hildesheim - Das Verwaltungsgericht Hannover verhandelt am Donnerstag über drei Klagen mutmaßlicher Islamisten, denen die Stadt Hildesheim die Einbürgerung verweigert hat. In einem vierten Fall geht es um die Rücknahme einer bereits 2014 erfolgten Einbürgerung unter dem Vorwurf, eine salafistische Bewegung unterstützt zu haben.

Kläger hatten mit DIK zu tun

Alle vier Kläger hatten mit dem inzwischen verbotenen Deutschsprachigen Islamkreis Hildesheim (DIK) zu tun. Der dortige ehemalige Prediger und Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Walaa, wurde vor zwei Wochen zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Die deutsche Staatsangehörigkeit schützt mögliche Islamisten davor, dass die Behörden ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland beenden oder sie bei der Vermutung einer konkreten Gefahr auch als Gefährder ausweisen. Unter bestimmten Bedingungen kann eine bereits vollzogene Einbürgerung aber widerrufen werden.

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