Corona im Kreis Hildesheim

Wichtige Fragen und Antworten zum Coronavirus

Kreis Hildesheim - Wer sollte sich testen lassen? Wo kann man sich melden? Wie kann man sich schützen? Einige wichtige Fragen zum Coronavirus greift die HAZ hier auf.

Das Labor im Landesgesundheitsamt testet seit Mitte der Woche auch aus Arztpraxen eingeschickte Proben von Patienten mit Grippeverdacht auf das neuartige Virus Sars-CoV-2. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Kreis Hildesheim - Im Landkreis Hildesheim sind am Samstag die ersten Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Das wirft bei einigen Menschen Fragen auf. Alle wichtigen Informationen zum Coronavirus stellt das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage bereit.

Dort wird auch auf das aktuelle Risiko des Virus in Deutschland eingegangen. „Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen muss in Deutschland gerechnet werden“, heißt es auf der Seite. Aber: „Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland aktuell als mäßig eingeschätzt.“

Wer soll getestet werden?

Einwohner, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem Menschen hatten, der sich erwiesenermaßen mit dem Coronavirus infiziert hatte, müssen sich testen lassen. Das gleiche gilt für Menschen, die ernsthafte Atemwegsprobleme – nicht nur ein bisschen Husten oder Schnupfen – haben und in den vergangenen 14 Tagen in einem der Risikogebiete waren. Unabhängig von Symptomen sollten sie unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zuhause bleiben. Die Risikogebiete werden vom Robert-Koch-Institut täglich aktualisiert.

Zurzeit zählen in China die Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan), im Iran die Provinzen Ghom und Teheran und in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) zu den Risikogebieten. Risikogebiete in Italien sind Südtirol (entspricht Provinz Bozen) in der Region Trentino-Südtirol, die Region Emilia-Romagna, die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.

Wer aus Gebieten zurückkommt, in denen es Corona-Fälle gibt, die aber keine Risikogebiete sind, sollte sich bei einem Arzt melden, wenn der Reisende innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot bekommt.

Wo können Bürger sich melden?

Wer den Verdacht hegt, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, soll nicht ins Krankenhaus oder zum Hausarzt gehen, sondern in Klinik oder Praxis anrufen. Außerdem steht der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 bereit.

Innerhalb der Arbeitswoche können sich Menschen außerdem an das Notfalltelefon des Landkreises wenden. Es ist unter der Nummer 05121/309-7777 erreichbar.

Wie kann man sich schützen?

Die Gesundheitsämter und das Robert-Koch-Institut veröffentlichen einige Hinweise, worauf Menschen achten sollten. Sie sollten sich regelmäßig die Hände waschen, möglichst mindestens einen Meter Abstand zu anderen Menschen halten und in die Armbeuge und nicht in die Hände husten oder niesen. Auch auf das Händeschütteln sollte zurzeit verzichtet werden. Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, sollten nach Auffassung des Robert-Koch-Instituts nach Möglichkeit zuhause bleiben.

Welche Symptome treten auf?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus äußert sich ähnlich wie andere Infekte. Symptomen wie Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit treten auf. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde bereits von Betroffenen berichtet. Einige Betroffene leiden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auch an Übelkeit und Durchfall.

Die Krankheitsverläufe variieren sehr stark. Es gibt viele Infizierte, die gar keine Symptome aufweisen. Es treten aber auch schwere Pneumonien mit Lungenversagen und Tod auf.

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