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Windiger Ostermontag: Wetterdienst warnt in Niedersachsen vor Sturmböen

Hildesheim - Es wird stürmisch in Niedersachsen. Am Ostermontag ziehen Sturmböen über Niedersachsen, warnen die Wetterexperten vom DWD. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 2 von 4.

Die Wetterwarnung vor Sturmböen gilt auch in Hildesheim. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Hildesheim - Es wird ungemütlich in Niedersachsen. Für Ostermontag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor Sturmböen in Niedersachsen herausgegeben. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe zwei von vier („markantes Wetter“).

Die Wetterexperten warnen: „Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände.“

Die Wetterwarnung vor Sturmböen gilt auch in Hildesheim – derzeit von 10 bis 20 Uhr am Montag.

Laut DWD seien Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 km/h und 70 km/h möglich. In Schauernähe könnten es sogar 80 km/h werden.

Wie entsteht ein Orkan?

Orkane können im Herbst und Winter über dem Nordatlantik entstehen und mit dem Westwind in Richtung Europa ziehen. Wegen des noch warmen Wassers im Atlantischen Ozean steht der polaren Kaltluft nur wenig weiter südlich milde Meeresluft entgegen. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in der oberen Atmosphäre extrem starke Winde, die die Entstehung von Orkanen begünstigen. Von einem Orkan sprechen die Meteorologen immer dann, wenn der Wind mindestens zehn Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde oder mehr weht.

Wie werden Windstärken berechnet?

Windgeschwindigkeiten werden mit der Beaufort-Skala gemessen. Sie wurde von dem englischen Admiral Francis Beaufort (1774—1857) entwickelt. Die Skala reicht vom leisen Luftzug der Stärke 1 bis zum Sturm der Stärke 9 mit 88 Stundenkilometern, bei dem erste Dachziegel herabfallen. Ein schwerer Sturm (10) mit bis zu 102 Kilometern in der Stunde kann dicke Äste abbrechen. Der orkanartige Sturm (11) reicht bei bis zu 117 Kilometern, um ganze Bäume zu entwurzeln. Bei stärkerem Wind (12) ist ein Orkan erreicht, der schwere Verwüstungen anrichten kann. An Küsten wirbelt er große Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen können.

Was ist eine Sturmflut?

Der starke Wind drückt die Wassermassen vor sich her und verstärkt die Kraft der Gezeiten. An der Nordsee spricht man von einer Sturmflut bei 1,50 bis 2,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser (Ostseeküste: 1,00 bis 1,25). Der mittlere Hochwasserstand liegt etwa zwei Meter über dem Wert Normal Null, der vom mittleren Wasserstand der Nordsee abgeleitet ist. Eine schwere Sturmflut verursacht an der Nordseeküste Wasserstände von 2,50 bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser — die nordfriesischen Halligen melden dann „Land unter“. Bei einer sehr schweren Sturmflut werden mehr als 3,50 Meter erreicht. An der Ostsee gelten 1,25 bis 1,50 Meter als mittlere, bis zu 2,00 Meter als schwere und Stände darüber hinaus als sehr schwere Sturmflut.

Von RND/kha/dpa

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