„Kältebus“ der Johanniter

Zöllner spenden warme Dienstkleidung

Hildesheim - Rund 50 Zöllner aus Hildesheim haben ihre Dienstjacken und -Pullover für Menschen in Not gespendet.

Hildesheimer Zöllner spenden ihre alte, dicke Dienstkleidung für Menschen in Not - Marvin Engelhardt (links) und Ferris Wiegmann übergeben die Jacken an Dana Jörk von den Johannitern. Foto: Zoll Foto: Zoll

Hildesheim - Hildesheimer Zöllner spenden ihre alte Winter-Dienstkleidung für Menschen in Not. Bestimmt ist die Ausstattung der rund 50 Beamten aus Hildesheim für den „Kältebus“ der Johanniter in Hannover.

Auslöser für die Aktion war die Umstellung des Zolls auf blaue Dienstkleidung. Plötzlich stand die Frage im Raum, was mit den alten Dienstkleidung geschehen sollte. Eine zentrale Lösung für den gesamten Zoll war nicht möglich, weil die Dienstkleidung bis zu der farblichen Umstellung – anders als bei anderen Behörden – von den Kollegen privat bezahlt werden musste und damit auch ihr Eigentum war.

Sammlung in Hildesheim

Für Zollsekretär Ferris Wiegmann war das aber eher Ansporn als Hindernis: „Wir wollten auch was Gutes vor der eigenen Haustür tun.“ Also koordinierte er die Sammlung in Hildesheim zugunsten des Kältebus und überreichte die randvollen Pakete, hauptsächlich gefüllt mit Jacken und (Woll-)Pullovern, nun in Hannover an Dana Jörk von den Johannitern.

Für die Zöllner bedeutete das zuvor zusätzliche Arbeit: in Handarbeit trennten sie nach Feierabend die Hoheitsabzeichen von der Dienstkleidung ab, um Missbrauch zu bewahren.

Dreimal pro Woche aktiv

Die Johanniter verteilen mit dem „Kältebus“ in Hannovers Innenstadt dreimal die Woche nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kleidung an Obdachlose und andere Menschen in Not.

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