Zum Ferienbeginn: Teilstück der A 7 fertig

Hannover/Hamburg - Auf der A 7 wird ein acht Kilometer langes Teilstück eröffnet. Das bedeutet: Eine Baustelle weniger auf der gefürchteten Stau-Autobahn.

Bad Fallingbostel: Baustellen engen die A 7 auf zwei Spuren in die Fahrtrichtungen nach Norden und Süden zwischen den Anschlussstellen Bad Fallingbostel und dem Walsroder Dreieck ein. Das Teilstück wurde sechsspurig ausgebaut und wird am 2. Oktober offiziell für den Verkehr freigegeben. Foto: Holger Hollemann/dpa

Hannover/Hamburg - Auf der A7 wird ein acht Kilometer langes Teilstück eröffnet. Das bedeutet immerhin: Eine Baustelle weniger auf der gefürchteten Stau-Autobahn. Aber können Autofahrer jetzt wirklich mit Entlastung rechnen?

Weniger Stillstand auf der Stau-Autobahn? Pünktlich zum Beginn der Herbstferien wird zwischen Bad Fallingbostel und dem Walsroder Dreieck der sechsspurige Ausbau der Autobahn 7 abgeschlossen. Für Autofahrer bedeutet das: acht zusätzliche Kilometer freie Fahrt auf der Dauerbaustelle A 7. Doch ob auf der Strecke zwischen Hamburg und Göttingen bald wirklich mit weniger Staus zu rechnen ist, bleibt fraglich.

Wird die Lage für Autofahrer auf der A 7 jetzt besser? -

Nicht wirklich. Knapp ein Siebtel der niedersächsischen A 7 besteht derzeit noch aus Baustellen. Das sind 38 Kilometer, wie das Straßenbauamt mitteilt. „Wir erwarten zum Ferienbeginn wieder vermehrt Staus“, sagt Alexandra Kruse vom Automobilclub ADAC. Eine wirkliche Entzerrung erwartet sie erst, wenn der Ausbau der A 7 für ganz Niedersachsen abgeschlossen ist. Doch das kann dauern: Der letzte Bauabschnitt zwischen Allertal und Hannover Nord soll erst im Dezember 2020 abgeschlossen werden.

Wo gibt es derzeit die meisten Staus? -

Der größte Stau-Hotspot Niedersachsens liegt auf der A 7: Die Baustelle zwischen Großburgwedel und Westenholz hat im Sommer nach ADAC-Angaben sechs der sieben längsten Staus in Niedersachsen verursacht. Weitere kritische Punkte sieht der Automobilclub südlich von Hannover zwischen Hildesheim und Derneburg sowie nördlich von Göttingen zwischen Seesen und Northeim. Die längste Baustelle befindet sich nach Angaben des Straßenbauamts derzeit auf 8,5 Kilometern Länge zwischen Nörten-Hardenberg und Northeim Nord.

Wie ist die Lage auf den Umgehungsstraßen? -

Die Gemeinde Wedemark liegt an der L190, der einzigen offiziellen Umgehungsstraße rund um Großburgwedel und Westenholz. „Wenn es sich auf der Autobahn staut, dann ist hier dicht“, erzählt Pressesprecher Ewald Nagel. Teils blieben Lastwagen im Wald stecken und Autofahrer verrichteten ihre Notdurft in Vorgärten.

Ist eine Umfahrung zeitlich sinnvoll? -

Der ADAC gibt hierzu eine Faustregel: Bei Staus unter zehn Kilometern Länge lohnt sich das Abfahren zeitlich nicht.

Wieso gibt es überhaupt so viele Baustellen auf der A 7? -

Auf der A 7 stehen derzeit zwei Großprojekte an: Der sechsspurige Ausbau und eine teilweise Grunderneuerung des Straßenbelags. Beide Vorhaben werden auf sieben Baustellen parallel abgearbeitet. Das Straßenbauamt geht davon aus, dass nach dem Abschluss aller erforderlichen Arbeiten auf den Streckenabschnitten in den nächsten 30 Jahren keine größeren Baustellen mehr nötig werden.

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