Holle und Sarstedt

Zwei betrunkene Radfahrer im Kreis Hildesheim legen sich mit der Polizei an – einer muss in Gewahrsam

Holle/ Sarstedt - Zwei Polizeistreifen haben in der Nacht zum Sonntag unangenehme Erfahrungen mit betrunkenen Radfahrern gemacht: In Holle und Sarstedt wurden Männer bei einer Kontrolle aggressiv. Für einen endete die Nacht in einer Zelle.

Zwei betrunkene Radfahrer haben sich im Kreis Hildesheim mit der Polizei angelegt. Foto: Chris Gossmann

Holle/ Sarstedt - Zwei Polizeistreifen haben in der Nacht zum Sonntag unangenehme Erfahrungen mit betrunkenen Radfahrern gemacht: In Holle und Sarstedt wurden Männer bei einer Kontrolle aggressiv. Für einen endete die Nacht in einer Zelle.

Gegen 1 Uhr ereignete sich der erste Zwischenfall in Holle. Eine Streife der Polizei Bad Salzdetfurth stoppte in der Bertholdstraße einen 22-jährigen Fahrradfahrer, der ohne Licht und in „erheblichen Schlangenlinien“ fuhr. Der Radler roch stark nach Alkohol – beim Pusten stellte sich heraus, dass der Mann 1,6 Promille hatte. Einsicht zeigte er allerdings nicht, stattdessen wurde er aggressiv und drohte den Polizistinnen und Polizisten sogar Gewalt an. Er beleidigte den Beamten und die Beamtin zudem unter anderem als Hurensohn und Hure. Die Streife hielt sein Verhalten mit einer Bodycam fest, das Video wird der Staatsanwaltschaft und dem Gericht als Beweismittel zur Verfügung stehen.

Gegen den 22-Jährigen läuft nun ein Strafverfahren wegen der Trunkenheitsfahrt sowie ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Beleidigung. Der Mann musste auch noch eine Blutprobe abgeben. Nachdem er sich beruhigt hatte und die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, durfte er nach Hause gehen.

Zweiter Fall in Sarstedt

Auch die Polizei Sarstedt hatte eine unangenehme Begegnung mit einem Radfahrer. Gegen 3 Uhr fiel in der Voss-Straße ebenfalls ein Mann auf, der ohne Licht und in Schlangenlinien fuhr, zudem hielt er sein Handy in der Hand. Die Beamten wollten ihn anhalten – doch er missachtete die Aufforderung und bog in einen Fußweg ab, den Autos nicht befahren können. Die Polizisten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf und stellten den Mann nach kurzer Zeit.

Doch auch dieser Radler rastete aus: Während der Kontrolle und Personalienfeststellung wollte er einen Polizisten schlagen. Weil der 42-jährige Sarstedter weiter in Richtung des Beamten trat, wurde er an den Händen gefesselt. Er musste pusten – und der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,05 Promille. Als die Streife mit ihm dann zur Entnahme einer Blutprobe fuhr, beleidigte der Radfahrer die Polizisten noch. Selbst als er eigentlich gehen durfte, nachdem alle polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, ließ er keine Ruhe und griff die Beamten noch einmal an. Das hatte zur Folge, dass er in Gewahrsam nach Hildesheim gebracht wurde. Nun laufen gegen ihn Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Widerstand und eines tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

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