Sarstedt/Kreis Hildesheim - Die Sarstedter Polizei hat im Rahmen ihrer jüngsten Verkehrssicherheitswoche sehr viele Verstöße bei Auto- und Radfahrern, aber auch bei anderen Verkehrsteilnehmern registriert. Insgesamt stellten die Beamten binnen vier Tagen bei 245 Kontrollen 173 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten fest. Das bedeutet: Lediglich bei 29 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge respektive ihrer Fahrerinnen und Fahrer war alles in Ordnung.
75 Tempoverstöße
Der Fokus dieser Verkehrssicherheitswoche lag nach Angaben des Sarstedter Polizeikommissariats, das bei den Kontrollen von einer Verfügungseinheit der Hildesheimer Polizeiinspektion sowie von Beschäftigten des Landkreises Hildesheim unterstützt wurde, vor allem auf der Beleuchtung von Autos, Lastwagen, Fahrrädern und E-Scootern. Die Beamten stellten sich unter anderem an Schulwegen auf und suchten das Gespräch mit Eltern und Kindern. Letztere bekam reflektierende Armbänder geschenkt, was nach Darstellung der Polizisten sehr gut ankam.
Alles andere als gut fiel indes die Bilanz der Beamten nach den Kontrollen von Donnerstag bis Sonntag im Gebiet der Stadt Sarstedt sowie der ebenfalls zum Zuständigkeitsbereich des Kommissariats gehörenden Gemeinden Algermissen, Giesen, Harsum und Nordstemmen aus. Sieben Straftaten und 166 Ordnungswidrigkeiten zählten die Beamten am Ende, darunter waren allein 75 Geschwindigkeitsverstöße.
Punkte und Fahrverbote
Dabei stachen zwei Autofahrer negativ heraus: Einer war auf einer Landstraße, auf der höchstens Tempo 70 erlaubt ist, fast doppelt so schnell unterwegs – er raste mit 133 Stundenkilometern in die Radarfalle. In diesem Fall drohen zwei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 600 Euro Strafe. Im Verhältnis noch heftiger – wenn auch nicht teurer – war der Verstoß eines weiteren Autofahrers, der in einer innerörtlichen Tempo-30-Zone 89 Stundenkilometer auf dem Tacho hatte. Ihm drohen zwei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 560 Euro Strafe.
In einem Fall erwischten die Polizisten einen Autofahrer, der vor Fahrtantritt Alkohol getrunken hatte, er brachte es auf 0,9 Promille. Zehnmal telefonierten Auto- oder Radfahrer mit dem Handy, sechsmal hatten Autofahrer kleinen Gurt angelegt.
