Polizei-Einsatz

19-Jähriger soll Cannabisplantage in Hildesheimer Mehrfamilienhaus betrieben haben

Hildesheim - Polizei-Einsatz in Hildesheim: In der Nacht haben Einsatzkräfte den Keller eines Wohnhauses durchsucht. Nun laufen Ermittlungen gegen einen 19-Jährigen.

Die Polizei hat in Hildesheim eine Cannabisplantage hochgenommen. Foto: Christian Charisius/dpa (HAZ Archiv)

Hildesheim - Die Polizei hat in der Nacht zu Mittwoch eine Cannabis-Plantage in der Hildesheimer Weststadt beschlagnahmt. Gegen 1 Uhr wurden die Beamten in den Keller eines dortigen Mehrfamilienhauses gerufen. Alarmiert wurden sie mit dem Anfangsverdacht Entziehung elektrischer Energie. Das ist ein Delikt ähnlich des Diebstahls, das zum Beispiel zutrifft, wenn man ohne Erlaubnis den Strom anderer Leute anzapft.

In dem Keller in der Weststadt angekommen, hörten die Einsatzkräfte zunächst Geräusche, die sie an eine Belüftung erinnerten. Sie stellten fest, dass diese aus einem Abteil drangen. Außerdem roch es dort nach Cannabis. Daraufhin durchsuchte die Polizei den betroffenen Kellerraum. Und sie wurde fündig: Die Einsatzkräfte stießen auf eine Marihuana-Aufzuchtanlage, unter anderem mit sogenannten Grow-Zelten und Belüftungsmaschinen, außerdem fanden sie 23 Marihuanapflanzen. Die Beamten beschlagnahmten dies alles: Besitzen dürfen Erwachsene zum Zweck des Eigenkonsums nur maximal drei Cannabispflanzen.

Verdacht gegen 19-Jährigen

Außerdem trafen die Polizisten in dem Haus auf einen 19-Jährigen, der im Verdacht steht, die Anlage betrieben zu haben. Gegen ihn läuft jetzt ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen des Konsumcannabisgesetzes. Darüber hinaus haben die Beamten tatsächlich Ermittlungen wegen Entziehung elektrischer Energie gegen den jungen Mann eingeleitet: Für die Anlage soll er den Strom eines anderen Bewohners benutzt haben.

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