Hildesheim - Ein wahrer Festtag für Fahrradbegeisterte jeden Alters und jeder Kondition – das ist der 23. Radwandertag für Familien am ersten Sonntag im Juni, diesmal bei strahlendem Sonnenschein. Der 44 Kilometer lange Rundkurs ist eine sorgsam ausgearbeitete, garantiert stressfreie Route mit wenig Höhenunterschied rund um Hildesheim.
Dabei sein ist alles
Das Motto ist olympisch: Dabei sein ist alles. Denn hier geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um ein gemeinsames Vergnügen im Freien mit viel Spaß und guter Laune. Auch für Familien ist die Gesamtstrecke in sechs Stunden gut zu schaffen. Und es gibt sogar etwas zu gewinnen. „Niemand muss dabei die ganze Strecke fahren“, erklärt Dietmar Nitsche, Mitveranstalter vom ADFC-Hildesheim. Allein zwei Stempel im Tourenticket reichen aus, um an der Verlosung teilzunehmen. „Der Hauptpreis ist ein Gutschein über 500 Euro, einzulösen in einem Fahrradgeschäft nach Wahl“, sagt Holger Pasternak von der AOK Niedersachsen, die diesen Gewinn gestiftet hat.
Die Teilnehmer müssen zunächst an einem der insgesamt sechs Kontrollpunkte einchecken. Von da aus können sie in beliebiger Reihenfolge weitere Stationen anfahren. Dort werden die Radler mit Grillspezialitäten, frischem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen sowie von diversen Kaltgetränken zu familienfreundlichen Preisen erwartet. Die Bewirtung übernehmen die ortsansässigen Sportvereine oder die Freiwilligen Feuerwehren. Auch der Bauernhof Kohne in Asel ist dabei. Dort rollen die Fahrer quasi im Minutentakt ein. Allein, zu zweit, die meisten aber in Gruppen.
Stärkung in Asel
Olaf Wolthausen, mit Tochter Aurora und Familienfreund Oliver Zidek, ist schon um 10.30 Uhr in Neuhof gestartet. Der 57-Jährige ist das zweite Mal dabei. Seine Gruppe fährt die komplette Tour und hat sich in Asel ordentlich gestärkt. Jetzt geht es weiter, um die letzten zwei Kontrollstempel zu erradeln.
Optimales Wetter
Die Veranstalter zeigen sich zufrieden. „Wir haben deutlich über 1000 begeisterte Radfahrer, die heute dabei sind“, freut sich der 72-jährige ADFC-Chef. Natürlich sei das Wetter optimal. Es habe schon Regentage oder zu hohe Temperaturen bei zurückliegenden Veranstaltungen gegeben. „Aber auch da waren bis zu 800 Menschen dabei“, sagt Nitsche. Bereits im Vorfeld gebe es Anfragen, wann der Radwandertag stattfinde. Regelmäßig kämen Teilnehmer aus Braunschweig und Peine, die sogar mit dem Rad anreisen, erzählt Nitsche. „Wir überzeugen halt durch unsere Konzeption, die niemanden überfordert.“
Zwei Servicestationen
Sogar an zwei Service-Stationen ist gedacht. In Asel steht das Team von Zweirad-Kracke parat. An der Domaine Marienburg bieten die Monteure von Dynamo ihre Hilfe an. Damit ist gewährleistet, dass man sich auch nach einer Panne schnell wieder auf den Sattel schwingen kann.

