Landesgeburtstag

75 vorbildliche Landwirte – darunter vier aus der Region Hildesheim

Kreis Hildesheim/Hohenhameln - 75 besonders vorbildliche und innovative Landwirte stellt das Landwirtschaftsministerium in einem Buch und online vor. Darunter sind gleich vier aus der Region Hildesheim.

Ein Foto aus dem Buch: Lutz Decker mit seiner Frau Anke. Foto: Timo Jaworr

Kreis Hildesheim/Hohenhameln - 75 besonders vorbildliche und innovative Landwirte stellt das Landwirtschaftsministerium in einem Buch und online zum 75. Landesjubiläum vor. Darunter sind zwei Betriebe aus dem Kreis Hildesheim und zwei aus der Gemeinde Hohenhameln.

Einer der Vorgestellten ist Clemens Gerhardy. Der Landwirt aus Algermissen baut unter anderem Weizen an. Durch Kontakte mit seiner Kreistagskollegin Nina Lipecki von den Grünen erfuhr der CDU-Politiker vom Feldhamsterschutz. Seit zwei Jahren machen die beide nun schon gemeinsame Sache, haben die sogenannte Ährenernte entwickelt. Dabei wird der Weizen bei der Ernte knapp unter der Ähre gekappt. So hat der Feldhamster genug Futter und vor allem Deckung.  Inzwischen hat das Algermissener Projekt Nachahmer im ganzen Land gefunden. Die Landwirte erhalten für ihren Mehraufwand Ausgleichszahlungen.

Vorstadtgemüse in Einum

Einen nicht gerade alltäglichen Weg gehen auch Daria und Stephan Hesse mit ihrem Projekt Vorstadtgemüse. Auf ihrem Hof in Einum vermieten sie Parzellen, auf denen Mieter ihr eigenes Gemüse ernten können. Die Hesses bauen auf ihren Feldern zudem eine hierzulande bislang eher exotische Feldfrucht an: die Süßkartoffel.

Eher ungewöhnlich für die Hildesheimer Börde ist es auch, Milchkühe zu halten. Das macht aber sehr erfolgreich Lutz Decker in Bierbergen. Er will langfristig mit seinem Hof klimaneutral produzieren – und „das Schwarz-Weiß-Denken zwischen Bio und Konventionell“ auflösen. Auf seinem Hof betreibt Decker unter anderem eine Biogasanlage, mit deren Abwärme 114 Häuser im Ort beheizt werden.

Saatgut in Bründeln

Das Besondere am Betrieb von Arnd-Kristian Lauenstein in Bründeln ist, dass er sogenanntes Z-Saatgut anbaut. Das Z steht dabei für zertifiziert. Bevor eine neue Saatgutsorte für Getreide in den Handel geht und von den Landwirten auf den Feldern ausgesät werden kann, vermehrt es Lauenstein in seinem Betrieb. Und dafür muss er strenge Auflagen einhalten. Ein wichtiges Arbeitsgerät des Landwirts ist daher der Staubsauger: Sämtliche Geräte und Landmaschinen müssen immer wieder akribisch gereinigt werden, damit es nicht zu einer Verunreinigung einer Sorte kommt.

Das Buch aus dem Landwirtschaftsministerium zum Landesjubiläum ist aufwendig und edel produziert. Mit einer goldenen 75 auf dem Cover sowie professionellen und ästhetischen Fotos im Inneren. Das 350-seitige Werk ist bereits vergriffen. Alle Texte und Fotos lassen sich aber auch online unter 75niedersachsen.de abrufen.

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