Kampf gegen das Coronavirus

Ab Montagfrüh: Impf-Anmeldung für Teile der dritthöchsten Priorität

Kreis Hildesheim - Von Montagmorgen an dürfen sich erste Angehörige der dritthöchsten Priorität für Impfungen gegen dasCoronavirus registrieren lassen. Wer ist berechtigt?

Montagfrüh geht es los - dann können sich Angehörige der dritthöchsten Priorität für Corona-Impfungen anmelden. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Von Montagmorgen an können sich in Niedersachsen und damit auch in Stadt und Landkreis Hildesheim Menschen, die zur dritthöchsten Priorität gehören, für eine Impfung gegen das Coronavirus anmelden und für die Wartelisten registrieren lassen. Das Land will sein Impfportal um 8 Uhr für die erste Untergruppe der dritten Priorität freischalten, auch die Hotline (0800/9 98 86 65) nimmt dann Termine an.

Aufgrund der hohen Zahl an Impfberechtigten hat das Land die dritte Kategorie noch einmal unterteilt, um die Anmeldungen zu entzerren. Zudem können sich alle Angehörigen dieser Gruppe auch bei Haus- oder Fachärzten impfen oder auf dortige Wartelisten setzen lassen.

Ab Montag, 10. Mai, 8 Uhr, können sich alle Niedersachsen, die mindestens 60 Jahre alt sind, anmelden. Das konnten sie zuletzt auch schon, aber ausschließlich für den Impfstoff von Astrazeneca. Von Montag an sind alle Impfstoffe für die Altersgruppe ab 60 freigegeben, eine Wahlmöglichkeit besteht aber nicht.

Diese Vorerkrankungen zählen

Außerdem können sich dann Menschen mit folgenden Vorerkrankungen registrieren lassen: Behandlungsfreie, in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, Rheuma, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie, Zerebrovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall und andere chronische neurologische Erkrankungen, Asthma bronchiale, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen und Adipositas (BMI über 30).

Hinzu kommen bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, die nicht in einer Einrichtung leben und zudem über 60 Jahre alt sind oder eine der vorgenannten Erkrankungen haben. Bislang waren pflegende Angehörige nur impfberechtigt, wenn sie Menschen ab 70 Jahren pflegten.

Impfen in Brennpunkten?

Impfberechtigt sind außerdem „Personen in schwierigen Wohn- und Lebensverhältnissen“. Dies soll es den lokalen Gesundheitsämtern ermöglichen, Impfaktionen „in bestimmten Quartieren mit großen sozialen Herausforderungen und einem damit einhergehenden erhöhten Infektionsgeschehen“ zu starten. Zu der Frage, ob so etwas auch in Stadt und Landkreis Hildesheim ein Thema werden könnte, will sich die Kreisverwaltung voraussichtlich in der kommenden Woche äußern.

Die nächsten Starttermine

Ab Montag, 17. Mai, können sich dann auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Supermärkten und Discountern (Lebensmitteleinzelhandel) anmelden. Zur gleichen Kategorie gehören Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie „in relevanter Position Tätige“ bei Verwaltungen, Polizei, Zoll, Katastrophenschutz, THW, Hilfsorganisationen, Justiz und Rechtspflege, Medien- und Pressewesen.

Am Montag, 31. Mai beginnt die Anmeldung für Beschäftigte an Hochschulen und Laboren sowie für „in besonders relevanter Position Tätige“ in Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie Apothekenwesen, Pharmawirtschaft, Bestattungswesen, Ernährungswirtschaft, Ver- und Entsorgung, Transport- und Verkehrswesen, Informationstechnik und Telekommunikation.

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