Autoverkehr

Abends und an Wochenenden in Hildesheim kostenlos parken – das ist hier erst einmal nicht mehr möglich

Hildesheim - Eine Möglichkeit, kostenlos zu parken? In der Nähe der Hildesheimer Innenstadt gar nicht so leicht zu finden – und ein Parkplatz fällt ab Montag für längere Zeit weg. Das ist der Grund

Die Zufahrt zum Gerichtsparkplatz von der Bahnhofsallee aus – hier gibt es ab Montag kein Durchkommen mehr. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Kostenloses Parken in Nähe der Hildesheimer Innenstadt – dafür gibt es nicht allzu viele Möglichkeiten. Ein festes Ziel ist für Autofahrer stets der Parkplatz am Justizzentrum zwischen Kennedydamm und Bahnhofsallee, denn dort lässt man zumindest nach Dienstschluss der Beschäftigten der Gerichte und der Staatsanwaltschaft sowie an den Wochenenden die Schranken oben und gestattet die kostenlose Nutzung der Stellplätze.

153 Stellplätze fallen vorübergehend weg

Damit ist allerdings ab Montag, 2. Juni erst einmal Schluss – der westlich der Justizgebäude gelegene Bereich mit 153 Stellplätzen und Zufahrt von der Bahnhofsallee muss wegen dringender Sanierungen der unter dem Grundstück verlaufenden Abwasserkanäle gesperrt werden. Die Sperrung wird voraussichtlich erst einmal mindestens bis Ende des Jahres dauern – vermutlich aber noch deutlich länger. Denn geplant ist, die Parkplatzoberfläche neu zu gestalten, und das soll möglichst direkt im Anschluss an die Kanalsanierung erfolgen – was dann insgesamt bis Ende 2026 dauern würde. Voraussetzung dafür: Dass das Land das entsprechend rechtzeitig freigibt – ansonsten müsste die Oberfläche wohl zunächst für eine übergangsweise Nutzung hergestellt werden, um die Arbeiten später nach entsprechender Mittelfreigabe endgültig abzuschließen.

Bereits in den Jahren 2019 und 2020 hatte das Land die Kanäle im östlichen Bereich mit 91 Stellplätzen und Zufahrt vom Kennedydamm erneuern lassen. Dort waren währenddessen keine Fremdparker erlaubt – und nun bleibt auch ab Montag hier für alle Nicht-Jusitzbeschäftigten die Schranke unten. „Das dient zu Sicherung des reduzierten Kontingents an Stellplätzen für auswärtige Mitarbeitende“, erklärt Gerichtssprecherin Janina Schaffert. Sprich: Man will nicht riskieren, dass abends zu viele Autofahrer ihre Wagen abstellen, die sie nicht am nächsten Morgen rechtzeitig wieder wegfahren.

Schranke für Fremdparker geschlossen

Die Schranke am Parkplatz bleibt also dauerhaft geschlossen und wird – außer für Anlieferungen – auch auf Klingeln nicht mehr geöffnet. Davon ausgenommen sollen nach Schafferts Angaben Besucherinnen und Besucher des Justizzentrums mit einem Parkausweis für Menschen mit Behinderung sein, für die zwei Stellplätze reserviert und entsprechend ausgewiesen sind. Die drei bisher vor der Schranke für Kurzparker vorgesehenen Stellplätze fallen ab Montag weg – sie sind für Einsatzfahrzeuge der Polizei reserviert.

Wer wegen eines Termins vor Gericht anreisen muss, etwa als Zeuge oder Anwalt, sollte sein Auto auf einem der kostenpflichtigen Parkplätze am Novotel oder an der Pieperstraße abstellen. Die Parkgebühren von Prozessbeteiligten werden später auf Antrag in vielen Fällen ersetzt.

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