Kreis Hildesheim - Mit einem Trick versuchen Betrüger erneut Opfer hinters Licht zu führen. Dabei geben sie sich am Telefon als Polizeibeamte aus. Nach Angaben der Polizei Hildesheim häufen sich solche Fälle in der Region.
Seit Jahresbeginn erhielten mehrere Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Hildesheim, überwiegend aus den Bereichen der Polizeikommissariate Bad Salzdetfurth und Sarstedt, Anrufe von Schwindlern.
Betrüger berichten von vermeintlichen Einbrüchen
Die vermeintlichen Polizeibeamten gaben bei den Telefongesprächen an, dass in der Nähe Einbrecher unterwegs waren. Bei einigen Gesprächen fragten die Anrufer nach Wertsachen, bei anderen Telefonaten behaupteten die angeblichen Beamten, dass ein Zettel mit Adressen gefunden worden sei und sie nun das Hab und Gut der Angerufenen sichern wollen. Die Bürgerinnen und Bürger reagierten der Polizei zufolge in allen Fällen richtig, legten auf und riefen die Polizei an.
Die Ermittler geben nun diese Tipps: Die Polizei wird niemals jemanden dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben. Zudem sollte man auf keinen Fall Details zu finanziellen Verhältnissen am Telefon preisgeben und Geld oder Wertgegenstände fremden Personen geben.
Polizei sofort informieren
Außerdem ruft die Polizei niemals unter der Notruf-Nummer 110 an. „Am besten ist, wenn die Nummer der örtlichen Polizeidienststelle sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon liegen, um im Zweifelsfall selbst zu handeln“, sagt Behördensprecherin Kristin Möller.
Zudem sei es wichtig, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen. Hilfreich sei auch, wenn Angehörige, Freunde und Bekannte älterer Menschen sie über die Masche „falsche Polizeibeamte“ informieren.
In ähnlichen Fällen, bei denen die Polizei Kriminelle in der Region aufspüren konnte, machten Beamte meistens „Abholer“ dingfest – also Mittäter, die nach betrügerischen Telefonaten Wertsachen oder Geld bei den Opfern abholen sollten.
