Hildesheim - Eine Woche lang haben sie mit einem „Soft-Opening“ den Start geprobt. Am Sonnabend hieß es dann Leinen los und volle Fahrt voraus für das neue Restaurant „Ahoi“ am Ostufer des Hohnsensees. Hinter dem gastronomischen Konzept steht kein Geringerer als Steffen Henssler, dessen Kompositionen die meisten Menschen bislang nur als Augenschmaus am Fernseher kosten konnten. Doch nun wird im Ahoi tatsächlich serviert, was der Starkoch in seiner Küche an Rezepten entwickelt hat.
Nichts, aber auch gar nichts hat der österreichische Architekt und Interior-Designer Hubert Sterzinger bei der Ausgestaltung des Ahoi dem Zufall überlassen. Die beiden Sonnenterrassen mit dem Urlaubsblick über den See bieten 240 Sitzplätze in rustikalen Sesseln mit maritimen, blau-weiß-gestreiften Polstern. Im Innern gibt es 199 weitere Plätze, die zwischen mannshohen Pollern so geschickt gruppiert sind, dass sich die Gäste trotz der Größe des Raums auf jedem Platz behaglich fühlen.
Küche hinter Überseecontainer
Doch nicht nur die Poller, an denen gedanklich die Schiffe mit ihrer frischen Ladung festmachen könnten, sind charmante Anklänge an Hensslers hanseatische Heimat: Aus der Küche – hinter einem bemalten Überseecontainer versteckt – kommen Klassiker wie Pannfisch, Fisch ’n’ Chips, Thunfischsteaks oder Fish-Burger.
Aber es gibt auch für alle, denen der Sinn gerade nicht nach Meeresgetier steht, Leckereien wie Flammkuchen, Currywurst, diverse Sushi Bowls, Suppen, Salate oder Steaks. Und natürlich gibt es Kaffee und Kuchen sowie Eis und Cocktails zum Chillen im Grünen.
„Luxus für alle“
„Wir wollen Luxus für alle bezahlbar machen“, sagt Sterzinger zur Preiskalkulation. „Wir wollen die Menschen verzaubern, sie nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern und ihnen das Gefühl geben, dass es ihnen gut tut, hier zu sein.“ Bis ins Detail hat er mit seinem Büropartner Mirco Cavallo am Erscheinungsbild des Ahoi gefeilt. Tische und Stühle sind Maßanfertigungen, das Lichtkonzept, die Hintergrundmusik, das Geschirr: nichts wurde dem Zufall überlassen.
Das Hildesheimer Ahoi ist der sechste Standort nach Hamburg, Köln, Otterndorf, Scharbeutz und Travemünde. Oldenburg eröffnet am Sonntag, die Eröffnung in Bremen steht kurz bevor. Eine GmbH mit dem Wahl-Kölner Sterzinger, Markus Bottler aus Frankfurt und Sebastian Lüder aus Hildesheim als Gesellschafter hat die Immobilie am Hohnsen von den ehemaligen Noah-Betreibern Iris und Andreas Christ gemietet und 1,4 Millionen Euro in den Umbau investiert. Steffen Henssler und sein Bruder Peter Henssler betreiben das Restaurant gemeinsam mit Markus Bottler, Geschäftsführer der Alpha Gastro GmbH.
Täglich geöffnet
Als „GDH“, Geschenk des Himmels, bezeichnet Sterzinger die junge Restaurantleiterin Dana Förster, die aus Bad Harzburg stammt und zuletzt in Köln gearbeitet hat. Täglich ab 9 Uhr serviert sie mit ihrem 70-köpfigen Team ein üppiges Frühstücksbuffet, werktags bis 12, sonnabends bis 13 und sonntags bis 14 Uhr, danach gibt es zum Mittag „Hensslers schnelle Nummer“ mit Speisen à la minute.
Bis schließlich ein Sundowner die Gäste in den Feierabend begleitet. Geöffnet ist täglich bis Mitternacht, warme Küche gibt es bis 22 Uhr.




