Der Tag danach

Am 1. Mai heißt es für die Pfadfinder in Diekholzen: Aufräumen nach der Walpurgisnacht

Diekholzen - Nach der großen Walpurgis-Sause am Sonntag in Diekholzen treffen sich am 1. Mai Helferinnen und Helfer zum Aufräumen auf dem Pfadfindergelände.

Am 1. Mai treffen sich die Helfer im Südwald, um den Veranstaltungsort der Walpurgisnacht wieder herzurichten. Foto: Andrea Hempen

Diekholzen - Ohne viele helfende Hände wäre die Walpurgisnacht in Diekholzen nicht möglich. In der vergangenen Woche trafen sich die Helferinnen und Helfer an jedem Tag nach Feierabend, um alles für das große Fest aufzubauen. Am Sonntag begann das große Team schon um 8 Uhr, damit am Abend alles perfekt war. Nun standen die Helfer wieder auf der Matte: Am 1. Mai, Punkt 10 Uhr begann der Abbau.

Etwa 2000 Gäste am Sonntag

Die Walpurgisnacht der Pfadfinder in Diekholzen war mit etwa 2000 Gästen ein großer Erfolg. „Es gab keine Randale und ein Krankenwagen musste auch nicht gerufen werden“, sagt Christoph Glados, Vorsitzender des Fördervereins der Pfadfinder. Dass es bei der großen Feier in der Regel friedlich zugehe, liege an den Feiernden, aber auch daran, dass diejenigen, die schon zu viel getrunken haben, keinen Alkohol mehr bekommen, so der Vorsitzende. Am Morgen trägt er Arbeitsklamotten, wie so viele andere auch. Ärgerlich ist er, dass einige Halteverbotsschilder im Ort aus den Verankerungen gerissen wurden. „Das ist keine Bagatelle“, sagt er.

Auf dem weitläufigen Gelände läuft der Abbau wie am Schnürchen. Jeder weiß, offenbar, was er zu tun hat. Um 15 Uhr soll der Platz wie vor dem Fest aussehen. „Oder besser“, sagt Glados. Denn die Freiwilligen bauen nicht nur ab, sie sammeln auf dem Gelände, das dem Diözesanverband gehört, jeden Papierschnipsel und jede Zigarettenkippe ein. Erst wenn alles erledigt ist, wird der Grill angefeuert und das letzte Fass Bier angestochen.

Nächstes Fest im September

Der Diözesanverband, der Dachverband der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg Diekholzen, stellte das Areal 1978 den Pfadfindern zur Verfügung. Glados war damals acht Jahre alt und auch schon Pfadfinder. Seither wird das Gelände für die Walpurgisfeier, aber auch für Pfadfinderzeltlager genutzt. „Es gibt auf der Welt nur fünf Länder, in denen es keine Pfadfinder gibt“, berichtet der Fördervereinsvorsitzende. Alle verbindet dasselbe Leitbild: ein gleichberechtigtes, respektvolles und friedliches Miteinander, sowie ein rücksichtsvoller Umgang mit Natur und Umwelt.

Am letzten Wochenende im September steht für den Pfadfinderstamm das nächste Fest auf dem Programm. Dann wird das Schwedenhaus in direkter Nachbarschaft zum Platz im Südwald eingeweiht. Zehn Jahre haben die Pfadfinder auf die Realisierung des Baus hingearbeitet. Ende September wird mit einem Tag des offenen Waldes, einem ökumenischen Gottesdienst und Essen aus der Gulaschkanone gefeiert. Es steht zu vermuten, dass die Helferinnen und Helfer, die am 1. Mai mit angepackt haben, dann ebenfalls wieder mit von der Partie sind.

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