Hildesheim - Das Atelier Licht’n’Stein wird den Ratskeller vorerst weiter als Konzertbühne und Plattform des Hildesheimer Kulturstreams bespielen. Das geht aus einer Sitzungsvorlage für den Stadtentwicklungsausschuss hervor, der am morgigen Mittwoch tagt. Damit sei „eine weiterhin attraktive Zwischennutzung“ gewährleistet, heißt es in dem Papier.
Hintergrund ist die umfassende technische Sanierung des gesamten Rathauses, die in den nächsten Jahren ansteht. Bevor mit den Arbeiten begonnen wird, soll ein Konzept für eine neue Technik erstellt werden. Das Konzept werde aber wohl erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres fertig sein, so Heiko Wollersheim, Fachbereichsleiter im städtischen Gebäudemanagement.
Technik im Keller
Was das mit dem Ratskeller zu tun hat? Ein Großteil der Anlagen, die die Technik im Rathaus versorgen, befindet sich im Keller des Gebäudes. „Wir müssen sehen, wie das mit einer neuen Technik umverteilt und gestaltet werden kann“, sagt Wollersheim. Das sei momentan noch nicht absehbar, deshalb ergebe es aktuell keinen Sinn, über mögliche andere Nutzungen nachzudenken.
Lucy Schreiber und Lito Bürmann vom Atelier Licht’n’Stein freuen sich über die Nachricht, den Ratskeller für zumindest ein weiteres Jahr als Videostudio und Veranstaltungsort nutzen zu können. Ihre persönliche Wunschlösung wäre allerdings eine längerfristig Zusage. Lucy Schreiber: „Sagen wir mal: für immer.“
„Durchweg positive Feedback“
Die beiden sind glücklich mit der Entwicklung, die das Studio im Ratskeller genommen hat, seit sie im April 2020 eingezogen sind. Damals streamten sie Konzerte und andere Kulturabende live ins Internet, um die Corona-Einschränkungen zu überbrücken. Inzwischen veranstaltet das Paar auch Konzerte mit Publikum, vermietet das Studio für Videoproduktionen und bietet in einem eingeschränkten Umfang eine Gastronomie an.
In dieser Spur würden Schreiber und Bürmann gerne weiterfahren. Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern – etwa mit Hildesheim Marketing beim HiLight-Shopping Ende Oktober – trügen dazu bei, das Angebot auf eine immer stabilere Basis zu stellen, so Schreiber. In Gesprächen mit Ratspolitikern fast aller Parteien haben die beiden bereits dafür geworben, das Atelier im Ratskeller dauerhaft zu etablieren. Bürmann: „Wir haben durchweg positive Feedbacks bekommen.“ Im Moment gibt es einen unbefristeten Vertrag, der von beiden Seiten innerhalb eines Monats gekündigt werden kann.
