Salzhemmendorf

Was bisher zu dem Unfall im Rasti-Land bekannt ist – und was nicht

Salzhemmendorf - Nach dem Unfall im Rasti-Land, bei dem ein Mitarbeiter von einem Waggon der Wildwasserbahn mitgerissen wurde, gibt es neue Details – allerdings widersprechen sich die Schilderungen zum Teil.

Großeinsatz im Rasti-Land Salzhemmendorf: Ein Mitarbeiter verletzte sich am Dienstagvormittag schwer. Foto: Geoffrey May

Salzhemmendorf - Einen Tag nach dem Unfall im Rasti-Land, bei dem ein 54-jähriger Mann bei Wartungsarbeiten an der Wildwasserbahn von einem Boot mitgerissen wurde, gilt der Mann weiterhin als schwer verletzt. Er ist mittlerweile in eine andere Klinik verlegt worden. Die Polizei ermittelt indes, wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte.

Am Dienstagvormittag hatte der Mitarbeiter Wartungsarbeiten an der Wildwasserbahn vorgenommen, als ein mit Gästen besetzter Waggon des Fahrgeschäfts den Mann mit sich riss. Der fahrende Baumstamm zog ihn dabei aus rund 7,50 Metern Höhe mit in die Tiefe. Dabei zog sich der 54-Jährige schwere Beinverletzungen zu.

Fahrgeschäft wieder in Betrieb

Die Wildwasserbahn fuhr am Mittwoch wieder wie gewohnt – eine erste Kontrolle des Gewerbeaufsichtsamts hatte bereits am Dienstag technische Mängel ausschließen können. Offen ist allerdings nach wie vor, ob dort überhaupt Boote fahren sollten, während der Mitarbeiter an der Anlage beschäftigt war. „Wir sind im Austausch mit dem Gewerbeaufsichtsamt“, erklärt dazu eine Sprecherin der Polizei Hameln-Pyrmont/Holzminden.

Der Großeinsatz ging auch an den Gästen des Freizeitparks nicht vorbei. „Es wurde ziemlich hektisch“, erzählt eine 37-Jährige im Gespräch mit der Redaktion, die am Dienstag mit ihrer Familie im Freizeitpark in Salzhemmendorf war. „Für die Kinder war es besonders schlimm, wir wussten nicht, was passiert ist.“ Sie hätte sich eine offensivere Kommunikation gewünscht, erklärt sie.

Widersprüchliche Angaben

Laut Geschäftsführer Steffen Ratzke wäre es aber „taktisch völlig falsch“ gewesen, den Vorfall per Lautsprecher durchzusagen – immerhin habe es sowieso schon Probleme mit Schaulustigen gegeben. „Im Fokus stand die Rettung – das ließ sich beim besten Willen nicht anders machen“, so der Geschäftsführer. Gäste, die sich etwa an der Kasse zu dem Vorfall erkundigten, hätten Auskunft erhalten.

Ratzke widerspricht auch einer Darstellung der Polizei Hameln, die mittlerweile von verschiedenen Medien aufgegriffen worden ist. Demnach soll der 54-Jährige von einer Brücke gestürzt und nicht im Wasserbecken, sondern auf dem Boden gelandet sein. „Es gibt dort keine Brücke, auf der man von einem Boot getroffen werden könnte“, erklärt Ratzke gegenüber dieser Zeitung.

Mitarbeiter betroffen

Zudem berichteten mehrere Mitarbeiter davon, ihren Kollegen aus dem Wasser geholt zu haben. Im Team sei die Stimmung nach dem Vorfall gedrückt. „Es sind alle noch betroffen, manche waren am Dienstag teilweise richtig geschockt“, so Ratzke. „Das merkt man den Leuten auch an.“

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