Sarstedt - Das Büro des SPD-Landtagsabgeordneten Markus Brinkmann ist in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Vandalismus geworden, zuletzt in der Nacht vom 21. auf den 22. März. Dieser Fall ist nun vom Schreibtisch der Sarstedter Polizei auf den des Hildesheimer Staatsschutzkommissariats gewechselt. Wie die Polizei am Dienstag bekannt gibt, ermittelt der Staatsschutz bereits seit Mitte vergangener Woche.
Laut Polizeisprecher Jan Makowski ist dies Standard, wann immer eine Straftat einen möglichen politischen Hintergrund hat – so etwa bei Angriffen auf Politikerinnen und Politiker oder auf Parteien und deren Räumlichkeiten. Im Fall des Sozialdemokraten Brinkmann schlugen die Unbekannten die Scheibe der Tür ein, warfen Eier ins Innere des Gebäudes und an das Schaufenster und entkamen anschließend unerkannt. „Wir wissen nicht, wer es war und warum die die Eier geworfen haben“, sagt Makowski. „Aber es ist nicht auszuschließen, dass das einen politisch motivierten Hintergrund hat.“
Angriffe erst nach Aufhängen einer Israel-Flagge
Wie berichtet, wurde Brinkmanns Büro erst dann Ziel mehrerer Eierwürfe, als er Ende 2023 eine Israel-Flagge und anschließend den Slogan „Nie wieder ist jetzt“ in das Schaufenster seines Büros hing – als Reaktion auf das Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober. Der Sozialdemokrat selbst vermutet einen Zusammenhang mit seiner Positionierung und den Angriffen, beweisen könne er ihn aber nicht.
Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und sucht nach Hinweisen. Wer etwas Verdächtiges im Zeitraum zwischen Freitag, 20. März, 13.30 Uhr, und Sonntag, 22. März, 9.40 Uhr, in der Holztorstraße gesehen hat, erreicht die Beamtinnen und Beamten unter der Telefonnummer 0 51 21 / 93 91 15.
