Hildesheim - Für Axel Rehbock ist es schlichtweg haarsträubend. „Da kämpfen wir mit unserer Bürgerinitiative schon seit langem gegen die von Studenten zugeparkten Straßen im Uni-Viertel, und jetzt wird den Anliegern auch noch weiterer Parkraum weggenommen“, ärgert er sich. Die Stadt habe vor anderthalb Wochen an der Angerburger Straße zwei Schilder aufgestellt, die ein eingeschränktes Halteverbot vorschreiben.
Drei Stellplätze sind weg
Insgesamt geht es dort um drei Stellflächen, die durch die neue Verkehrsregelung wegfallen: zwei davon am oberen Ende Straße im Bereich des Wendehammers und eine unmittelbar davor auf der linken Seite. „Unser Bemühen um mehr Parkraum wird durch diese Maßnahme geradezu der Lächerlichkeit preisgegeben“, meint Rehbock, der Anlieger der Angerburger Straße ist. „Gemessen an den Tausenden von Fahrzeugen die täglich unser Wohngebiet passieren, können und wollen wir auch nicht auf nur einen einzigen Parkplatz verzichten“, betont er.
In diesem Zusammenhang verweist er auf die Zahlen einer Verkehrszählung der Stadt an der Tilsiter Straße in der Zeit vom 2. bis zum 10. November. Während dieser neun Tage wurden insgesamt 18148 Fahrzeuge gezählt, von denen 8833 in Richtung Allensteiner Straße und 9315 in Richtung Uni-Parkplatz unterwegs waren. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie groß die Parknot insbesondere auch für uns Anwohner ist“, betont Rehbock. Auf Nachfrage bei der Stadt Hildesheim habe er lediglich erfahren, dass das Halteverbotsschild am Wendehammer der Angerburger Straße aufgestellt wurde, weil die Zufahrt zum Spielplatz regelmäßig blockiert sei.
Hinweise von Anwohnern
Stadtsprecher Helge Miethe erklärt auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Schilder nach Hinweisen von Anwohnern aufgestellt wurden. „Die Verkehrskommission hatte sich im November vor Ort ein Bild gemacht und dann die Beschilderung empfohlen“, teilt der Stadtsprecher mit. So seien unter anderem Grundstückszufahrten zugeparkt worden. „Außerdem muss die Zuwegung zur dort gelegenen Grünfläche in der Tat immer freigehalten werden“, bestätigte Miethe.
