Serie „Lies mal“

Appetit auf Natur

Hildesheim - In der PUBLIC-Serie „Lies mal“ stellen Mitarbeitende von Ameis Buchecke in jeder Ausgabe ihre Bücher der Stunde vor. Passend zum Frühling empfiehlt Simone Calvo dieses Mal ein Kochbuch, das nicht nur Lust auf leckere Gerichte, sondern auch auf Zeit im Grünen macht.

Blick in die Kew Gardens in London. Foto: Gerstenberg Verlag

Hildesheim - Es war Liebe auf den ersten Blick. Das Kew Gardens Kochbuch musste ich gleich in die Hand nehmen, als es bei uns in der Buchhandlung in der Goschenstraße auf dem Kochbuchtisch präsentiert lag. Und ich wurde nicht enttäuscht: Schon beim ersten Durchblättern kam ich in den Genuss wunderschön arrangierter Aufnahmen verschiedenster Gemüse- und Obstsorten; es folgen appetitanregende Fotografien der daraus mit Liebe und Sorgfalt zubereiteten Gerichte. Und auch nach dem soundsovielten näheren Anschauen und Lesen des Kew Gardens Kochbuchs bin ich begeistert von dessen Konzept, da es so viel mehr ist als „nur“ ein Kochbuch, weil man zusätzlich viel Wissenswertes über die Königlichen Botanischen Gärten in Kew und deren Nutzung erfährt.

Besagte Gartenanlagen befinden sich im Südwesten Londons. Sie gehören zu den ältesten botanischen Gärten der Welt und beherbergen ca. 16.900 Pflanzenarten aus aller Welt. Im Jahr 2003 wurden die Kew Gardens in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Kew hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Forschungen auf das Leben von Pflanzen und Pilzen auszurichten und diese zu schützen, zum Wohle des Menschen und für den Fortbestand allen Lebens auf der Erde. Für das Kew Gardens Kochbuch sind in erster Linie die sogenannten Küchengärten von besonderer Bedeutung. Der Anbau und die kulinarische und nachhaltige Weiterverarbeitung von essbaren Kräutern, Pilzen, Obst und Gemüse sind das Hauptanliegen. Die Rezepte für das Kochbuch wurden von international namhaften Küchenchefs, Kochbuchautoren und Food-Journalisten unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Zur guten Übersicht für alle Leserinnen und Leser werden diese Food-Künstler noch einmal am Ende des Buches näher vorgestellt. Das Kew Gardens Kochbuch gehört zu den Kochbüchern, in die man immer wieder hineinschauen mag, und das man sicherlich auch immer wieder zur Inspiration beim Kochen in der eigenen Küche benutzen wird – von der Anregung einer Reise nach London ganz zu schweigen.

von Simone Calvo

  • Hildesheim
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.