Hildesheim - Auf der A 7 in Höhe Hildesheim haben die Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt der Fahrbahnsanierung begonnen. Autofahrerinnen und Autofahrer rollen aktuell zwischen Hildesheim Drispenstedt und der Raststätte Hildesheimer Börde nur noch auf zwei statt drei Spuren je Fahrbahn. Größere Staus hat es dabei offenbar bisher nicht gegeben. „Die Verkehrsumlegung von drei auf zwei Spuren hat reibungslos geklappt und der Verkehr fließt“, bestätigt auch Inga Fahlbusch, Sprecherin der Autobahn GmbH.
Die jeweils ganz linken Überholspuren müssen laut Autobahn GmbH gesperrt werden, weil Arbeiter die in der Mitte verlaufende Entwässerung teilweise erneuern müssen. Außerdem sollen die Überfahrten gebaut werden, auf denen die Verkehrsteilnehmer auf die Gegenverkehr-Seiten wechseln, wenn die kompletten Richtungs-Fahrbahnen gesperrt werden.
Gesperrte Fahrbahnen über fast elf Kilometer
Aufmerksamen Autofahrern war in den vergangenen Tagen aufgefallen, dass sich die gesperrten Spuren nicht nur über den geplanten Sanierungsbereich von zusammen 7,7 Kilometern, sondern deutlich darüber hinaus erstrecken. Der Bauherr bestätigt dies. „Die Mittelstreifenüberfahrt kann leider nur südlich des Rastplatzes An der Alpe hergestellt werden, da im Bereich noch weiter südlich davon ein sogenanntes Sägezahnprofil vorliegt“, sagt Fahlbusch. Letzteres bedeute, dass der Höhenunterschied zwischen den Richtungsfahrbahnen zu hoch sei, um eine Überfahrt zu ermöglichen. „Aus diesem Grund besteht die zweispurige Verkehrsführung bereits zwischen Kilometer 172,4 und 183,7.“
Der Verkehr rollt zwar dieser Tage überwiegend störungsfrei. Ob dies so bleibt, wenn Großveranstaltungen wie das Festival M’era Luna, zu dem am Wochenende rund 25.000 Fans in Drispenstedt erwartet werden, starten, bleibt abzuwarten. In den sozialen Medien wie Facebook diskutieren Menschen schon darüber, warum die Autobahn GmbH nicht mit der Sperrung bis zum Abschluss des Festivals gewartet hat. Dies ist laut Bauherr nicht möglich gewesen. „Da unzählige Gewerke aufeinander abgestimmt werden müssen, kann auf Großereignisse bei der zeitlichen Ablaufplanung von Großbaustellen keine Rücksicht genommen werden“, sagt Fahlbusch. Außerdem könnte eine Verschiebung nach hinten auch dazu führen, dass andere Festivalbesucher betroffen sind.
Fertigstellung ist für Mitte 2026 geplant
Die Autobahn GmbH hat angekündigt, dass die Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts für Mitte 2026 geplant ist. Die Höhe der Kosten schätzt sie auf rund 52 Millionen Euro.
Die eigentlichen Arbeiten an der Fahrbahn sollen frühestens im September beginnen. Zunächst sollen die Arbeiter die rund 30 Zentimeter Betonfahrbahn sowie die darunter liegenden Trag- und Frostschutzschichten ausbauen. Anschließend werden alle Schichten neu aufgebracht. Die Autobahn GmbH schätzt, dass dabei rund 240.000 Kubikmeter Beton erforderlich sein werden. Daneben sollen nachhaltige Baustoffe verwendet werden, verspricht die Autobahn GmbH. So soll der Betonaufbruch der vorhandenen Fahrbahn zerkleinert, für den Wiedereinbau aufbereitet und als Tragschicht wieder eingebaut werden. Die derzeit vorhandene Tragschicht wird entsorgt.
Dritter Bauabschnitt soll im Sommer 2025 beginnen
Der dritte und letzte Bauabschnitt soll voraussichtlich im Sommer 2025 beginnen, also parallel zum dann fast beendeten zweiten Bauabschnitt. Sollte alles reibungslos klappen, wäre die insgesamt 21,7 Kilometer lange Baustelle zwischen Raststätte Hildesheimer Börde auf Höhe Uppen und dem Dreieck Hannover-Süd im Dezember 2026 beendet.
