Hildesheim - Der Lebensmittel-Großhändler Transgourmet hat weitere Details zur geplanten deutlichen Erweiterung seines Standortes in Hildesheim genannt. Auf HAZ-Anfrage äußerte sich das Unternehmen zu zusätzlichen Arbeitsplätzen, zur Anzahl der eingesetzten Lastwagen und zum Zeitplan für den geplanten Neubau einer zweiten großen Halle im Südwesten des Gewerbegebiets Glockensteinfeld, direkt an der Autobahn 7.
30 bis 36 Monate
Demnach dürfte sich der vor der Corona-Pandemie genannte Zeitplan etwas verschieben. Damals hatte Transgourmet von einem Baustart in diesem Jahr und einer Inbetriebnahme 2025 gesprochen, später allerdings unter Verweis auf Corona selbst gebremst. „Wir rechnen mit einer Planungs- und Genehmigungszeit von nicht unter 18 bis 24 Monaten und einer Bauzeit von mindestens zwölf Monaten“, erklärte das Unternehmen nun.
In mehreren Ausbaustufen sollen nach und nach rund 250 Arbeitsplätze entstehen – zusätzlich zu den knapp 500 Stellen in der bereits bestehenden Transgourmet-Niederlassung, deren Belegschaft in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Ob das Gebäude tatsächlich, wie der Bebauungsplan es erlauben soll, 20 Meter hoch wird und welche Grundfläche es bekommt, stehe aber noch nicht fest.
Neue Antriebe für Lastwagen
Im Zuge der Erweiterung sollen bis zum Jahr 2035 rund 80 Lastwagen zusätzlich bei Transgourmet in Hildesheim be- und entladen werden, aktuell sind es insgesamt etwa 200. Transgourmet betont allerdings, dass die „Struktur“ seiner Fahrzeugflotte sich „grundlegend ändern wird, da wir unsere Logistik hin zu Biogas-, Elektro- und Wasserstoffantrieb umstellen“. Im Vorjahr hatte Transgourmet in Hildesheim mit dem Einsatz von Biogas-Lastwagen Schlagzeilen gemacht. Diese Umstellung bringe allerdings aus heutiger Sicht auch noch Unsicherheiten zu Größe und Reichweite der Lastwagen mit sich, so dass exakte Fahrzeug-Zahlen sich heute noch nicht seriös voraussagen ließen. Sicher sei aber: Hildesheim solle zum „Drehkreuz für Lebensmittel, um Großkunden zwischen Köln, Bremen, Leipzig und Dresden zu erreichen“, werden.
Auf die im Achtumer Ortsrat aufgekommene Frage, ob neben einer Teilbegrünung des Daches auch Photovoltaik auf dem Dach der neuen Halle vorgesehenen sei, versicherte Transgourmet, „im Sinne einer grünen Logistik“ sei Photovoltaik „alternativlos“.
